Hardheim

Jahreshauptversammlung in Erfeld Elmar Frank weiterhin Vorsitzender / Rege Aktivitäten finden Zuspruch

Kolpingsfamilie schafft eine „heimatliche Identität“

Erfeld.Wenige Monate nach der Feier ihres 70-jährigen Bestehens traf sich die Kolpingsfamilie Erfeld am Mittwoch zur im Gerichtstettener Gasthaus „Zum Ochsen“ abgehaltenen Jahreshauptversammlung.

„Wir blicken auf ein interessantes, von schönen Veranstaltungen und gemütlichen Zusammentreffen geprägtes Jahr zurück“, hielt Vorsitzender Elmar Frank in seiner Begrüßung fest und verwies unter anderem auf die 70-Jahr-Feier am Kolping-Gedenktag, bei der im Beisein befreundeter Kolpingsfamilien auch die offizielle Festschrift mit Chronik präsentiert wurde. „Wir können absolut zufrieden sein“, bilanzierte Frank und bat Schriftführerin Simone Zuber um die Eröffnung der Vereinsberichte.

Nachdem sie das Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung vorgetragen hatte, erinnerte ihr Tätigkeitsbericht ausführlich an die Höhepunkte des vergangenen Jahres. Großen Anklang fanden neben der 70-Jahr-Feier die Wanderung über die Wacholderheide bei Hardheim und Bretzingen, das traditionelle Johannisfeuer zur Sommersonnenwende, die Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag mit der Ausstellung zum 100-jährigen Ende des Ersten Weltkriegs und die Winterwanderung.

Im Rahmen des Ferienprogramms besuchten zahlreiche Kinder die Kolpingsfamilie, um Nistkästen und ein Insektenhotel zu bauen: „Das hat allen Spaß gemacht“, hielt Simone Zuber fest und blickte auf ein weiteres Jugendangebot zurück: In Zusammenarbeit mit den Hardheimer Kolpingfreunden wurde eine Gruppenstunde zum Thema „Handy“ veranstaltet.

Gedenken an Bischof Merkel

Gut besucht wurde trotz traurigem Anlass auch der Gedenkgottesdienst zum ersten Todestag des aus Erfeld stammenden Pfarrers Professor Karl Merkel, der 2013 noch sein goldenes Priesterjubiläum in seinem Heimatdorf feiern konnte.

In eigener Sache befasste sich der Verein intensiv mit dem Stand der Renovierungsarbeiten des wieder zu errichtenden Bildstocks „Oberes Kreuz“ zwischen Erfeld und Altheim.

Heimatkalender kommt gut an

Elmar Frank ergänzte den Bericht mit Ausführungen zum nach wie vor beliebten „Erfelder Heimatkalender“: Im Rahmen der Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag vorgestellt, sorgt er vor allem auch bei in der Ferne lebenden Erfeldern für leuchtende Augen und das Aufleben schöner Erinnerungen an die eigene Kindheit im Dorf.

Über die finanziellen Verhältnisse erteilte Kassier Alfred Leinberger ausführliche Informationen. Die Kassenprüfer Franz-Karl Dörr und Klaus Reinhart bescheinigten ihm eine einwandfreie Buchführung und führten auch gleich zur Entlastung des Vorstandes.

Vorsitzender Frank bedankte sich bei „seinem“ Team für die stets offene und gegenseitige Zusammenarbeit, ehe die turnusmäßigen Neuwahlen des Vorstands anstanden. Hier ergaben sich geringfügige Veränderungen: Zwar wurden der Vorsitzende Elmar Frank und der zweite Vorsitzender Heribert Ried sowie Schriftführerin Simone Zuber in ihren Posten bestätigt, doch kandidierte Kassier Alfred Leinberger nach 17 Jahren nicht mehr. Sein Amt übernimmt Eva-Maria Frank. Alfred Leinberger gehört als Beisitzer neben Erhard Geiger, Klaus Reinhart und Franz-Karl Dörr weiterhin der Vereinsführung an. Elmar Frank bedankte sich bei Alfred Leinberger für sein ehrenamtliches Wirken als ein“verlässlicher Aktivposten, der mitgedacht hat“. Frank überreichte ein Präsent.

Mit herzlichem „Vergelt’s Gott“ würdigte Pfarrer Andreas Rapp die regen Aktivitäten der Kolpingsfamilie, die in Erfeld eine gewisse heimatliche Identität bewahre und etwa mit der Gedenkstunde zum Volkstrauertag auch sehr berührende Themen mit Würde aufgreife.

Nachdem Elmar Frank diverse Termine bekannt gab, fand der Abend bei einem Imbiss einen zünftigen Ausklang. ad