Hardheim

Seelsorgeeinheit Hardheim-Höpfingen Pfarrgemeinderat im Gespräch mit den Kindergartenleitungen / Abordnung fährt nach Freiburg wegen Besetzung der Pfarrstelle

Künftig soll es insgesamt nur noch zwei Erstkommunionfeiern geben

Archivartikel

Hardheim/Höpfingen.In der April-Sitzung des Pfarrgemeinderates stand der Austausch mit den Leitungen der sieben Kindergärten unter kirchlicher Trägerschaft und den Kindergartenbeauftragten der Verrechnungsstellen, M. Kraus und A. Haas im Mittelpunkt.

Pfarrgemeinderatsvorsitzender Manfred Weihbrecht dankte für die gute Arbeit in den Einrichtungen und versicherte, dass der Kindergarten als wichtiges pastorales Feld von der Pfarrgemeinde wahrgenommen werde. Die positive Resonanz auf die 2018 erstmals für alle Erzieherinnen durchgeführte religionspädagogische Fortbildung, bewog die Mitglieder des Pfarrgemeinderates, für das Jahr 2020 wieder einen solchen Fortbildungstag zu genehmigen.

Gemeindereferentin Claudia Beger stellte die gute Vernetzung von Kindergarten und Kirchengemeinde heraus, die seit dieser Fortbildung an Intensität gewonnen habe. Durch die Teilnahme aller Erzieherinnen fiele es leichter, die erworbenen Erkenntnisse direkt im Kindergarten umzusetzen, war die Rückmeldung aus den Leitungsteams.

Die hohe Auslastung der Kindergartenplätze, die gesteigerte Nachfrage nach verlängerten Öffnungszeiten und Ganztagesangeboten sowie die ansteigende Kinderzahl, fordert Entscheidungen seitens der Gemeindeverwaltungen Hardheim und Höpfingen, die angesichts des geringen finanziellen Spielraums sicher nicht leicht zu erfüllen sind.

„Entscheidungen notwendig“

Von Seiten des Stiftungsrates besteht das Bestreben, im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten, die Kindergärten bestmöglich zu unterstützen. Der, aus Sicherheitsgründen schon lange zurückgebaute Spielplatz des Kindergartens St. Lioba in Höpfingen, steht in der Prioritätenliste ganz oben. Um den Kindern baldmöglichst wieder adäquate Spielmöglichkeiten zu schaffen, sind sowohl Gemeindeverwaltung als auch Kirchengemeinde für jede Unterstützung durch Spender dankbar.

Im Anschluss informierte Manfred Weihbrecht über die Einladung einer Abordnung des Pfarrgemeinderates nach Freiburg, um mit dem Personalreferenten Dr. Peter Kohl über die Besetzung der freiwerdenden Pfarrerstelle zu beraten. Dieses Gesprächsangebot ist die Antwort auf den Brief, des Pfarrgemeinderates an Erzbischof Stefan Burger und wird im Juni gerne wahrgenommen.

Positive Resonanz hörten die Mitglieder des Pfarrgemeinderates auf die unterschiedlichen Angebote der letzten Wochen. Angefangen mit dem Vortrag zum Turiner Grabtuch in Dornberg, dem Konzert der Musikkapelle und dem Gesangverein Höpfingen, der musikalischen Auszeit der Ministranten bis zu den feierlichen Ostergottesdiensten und dem Fest der Erstkommunion.

Hier wurde besonders herausgehoben, dass die Idee, die Dankandacht am Erstkommuniontag in die Verantwortung der Familien zu legen, sehr gut von den Kindern aufgenommen wurde. Die Festgesellschaft schließt so am Abend als „Hauskirche“ den Tag gemeinsam unter Leitung der Kommunionkinder in einer kleinen gottesdienstlichen Feier ab.

Auch das, von Adrian Ambiel initiierte Väterprojekt, bei dem die Väter oder Paten Holzkreuze für die Kinder gestaltet hatten, wurde noch einmal lobend erwähnt.

Gemeindereferentin Beger legte dem Pfarrgemeinderat das Votum der Eltern der kommenden Kommunionjahrgänge vor. So wird im Jahr 2020 noch einmal am Weißen Sonntag in Hardheim, eine Woche später in Höpfingen und drei Wochen nach Ostern in Gerichtstetten das Fest der Erstkommunion gefeiert.

Im Jahr 2021 gibt es nur noch ein Kommunionwochenende, bei dem am Samstag in Höpfingen und am Sonntag in Hardheim gefeiert wird. Der Dankgottesdienst ist am Montag für alle gemeinsam in Hardheim.

In den Folgejahren wechseln Hardheim und Höpfingen ab, so dass 2022 am Samstag in Hardheim und am Sonntag in Höpfingen gefeiert wird, und so fort.

Positive Effekte erwachsen nach Ansicht der Verantwortlichen daraus für die Kinder, da künftig alle Proben in die Ferien fallen, für die Schulen, dass die Klassen nach den Ferien wieder ruhig weiterarbeiten können und für alle Gemeinden der Seelsorgeeinheit, da nicht mehr an drei Wochenenden Gottesdienste ausfallen müssen. Claudia Beger betonte, dass diese Lösung das Ergebnis eines konstruktiven Beratungsprozesses unter den Eltern sei, bei dem sie großes Verständnis für die pastorale Situation und der Blick über den eigenen Tellerrand hinaus spüren durfte.

Den Berichten aus den Gemeinden schloss sich der Hinweis auf die Pfarrgemeinderatswahl 2020 an, für die Kandidaten gesucht werden.

Helmut Wunsch wies auf den „Lyrics Abend“ am 19. Mai um 19 Uhr in Höpfingen hin.

Adrian Ambiel berichtete über die gute Resonanz auf den Ostergarten durch Gruppen, Kreise und Kindergärten und informierte, dass Interessenten gerne weiterhin ihre Terminanfragen bei ihm melden könnten.

Uschi Butterweck erinnerte an die 72-Stunden-Aktion vom 23. bis 26. Mai und Sieglinde Böhrer kündigte den Hungermarsch für Sonntag, 22. September, an.

Den erkrankten Pfarrer Scheuermann und die gesamte Gemeinde schloss Manfred Weihbrecht in das gemeinsame Gebet zum Ende der Sitzung mit ein.