Hardheim

300 Jahre Josefskapelle in Hardheim Festgottesdienst und Pfarrfest der Seelsorgeeinheit an der Steinemühle

„Lebendige Steine der Kirche sein“

Archivartikel

Mit einem Festgottesdienst und einem anschließenden Pfarrfest der Seelsorgeeinheit bei der Steinemühle wurde das 300-jährige Bestehen der Josefskapelle in Hardheim gefeiert.

Hardheim. Die Messfeier zum Jubiläum der ortsbildprägenden Kapelle an der B 27 zwischen Hardheim und Höpfingen führte am Sonntagmorgen eine große Zahl von Gläubigen zusammen. Mit dem Blick auf die vom Glauben geprägte Vergangenheit der Kapelle war die Einladung und Aufforderung an die Gläubigen verbunden, sich mit ihren Möglichkeiten an dem von Claudia Beger verdeutlichten Zukunftsziels „Lasst uns lebendige Steine sein“ einzubringen.

Wie dieses Ziel erfolgreich angegangen werden kann, verdeutlichte Beger im Verlauf des Gottesdienstes in ihrer einfallsreich gestalteten Predigt. An Anwesenden ließ sie gemeinsam symbolisch veranschaulichen, wie sich eine von vielen „Steinen“ errichtete und von diesen getragene „Kirche“ bauen lässt und künftig aussehen könnte.

Aufgrund der Witterung wurde der als Open-Air-Veranstaltung gedachte Gottesdienst nicht an der Josefskapelle, sondern an der Steinemühle – am Beginn des Stationenweges zur Kapelle – abgehalten. Ein großes Team freiwilliger eifriger Akteure stellte sich zu dessen Organisation und Vorbereitung zur Verfügung und sorgte für überdachte Stände und Zelte.

Festlich gestaltet wurde die Messfeier von Pfarrer Andreas Rapp als Zelebrant sowie der Musikkapelle Bretzingen und dem Chor „Rückenwind“. Groß war die Beteiligung der Bevölkerung. Die Kinder feierten nach dem gemeinsamen Auftakt ihre „Kinderkirche“ in der Josefskapelle.

Pfarrer Andreas Rapp stellte in kurzen Zügen die Bedeutung und die Geschichte der Kapelle als einem von Pilgern und Wanderern immer wieder gern aufgesuchtem Ziel heraus. Auch verdeutlichte er an einem Beispiel, in welchen Anliegen die Gläubigen dort einkehren und beten. Mit Gebeten, Gesängen, Lesung und Evangelium wurde den Gedanken „Ihr seid gebaut auf festen Grund. Jesus ist der Eckstein. Ihr seid ein Tempel, ein Haus für Gottes Geist“ Rechnung getragen. Gemeindereferentin Claudia Beger zeigte bildlich das Ziel auf „Ihr sollt lebendige Steine sein“. Sie begann ihre Betrachtungen mit Blick auf einen als Altarbild dienenden, einsam stehenden Kirchturm. Zunächst passte kein Gebäude dazu. Doch dann waren es die Kinder, viele Gläubige, in Gottesdiensten, Glaubensdiensten, und anderen Bereichen Tätige und Aktive, die symbolisch als „Steine“ das zum Turm passende Gebäude und alle zusammen eine lebendige Kirche bildeten.

Gott Fundament und Kraftquelle

Während Steine verfallen können, sollten die Menschen als „lebende Steine“ bunte Mosaiksteine der Kirche und eine lebende Gemeinde sein. Dazu benötige es die Mitwirkung des Heiligen Geistes und vor allem den Mut, Kirche zu sein. Gott sei dabei Fundament, Mitte und Kraftquelle.

In den anschließenden Fürbitten wurden die Gedanken von Claudia Beger fortgesetzt. Auch verschiedene Gesänge des ansprechenden und gehaltvollen Gottesdienstes waren unter dem Aspekt „Lebendige Steine“ konzipiert. Deutlich wurden dabei auch die Werte von Glauben, Liebe und Hoffnung in diesem Zusammenhang.

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es Mittagessen, Kaffee und Kuchen und für die Kinder eine Spielstraße der KjG.

Gemeindereferentin Claudia Beger ließ ein von den Kindern gestaltetes Gemälde übergeben, das in der nächsten Zeit die Gläubigen immer wieder an das wichtige Ziel „Lasst uns lebendige Steine sein“ erinnern soll. Z