Hardheim

Ensemblekonzert der Musikschule Hardheim Schüler zeigten, was sie gelernt haben / Unterhaltsame musikalische Auszeit vom Alltag

Mal klassisch, mal beschwingt frühlingshaft

Mit einem klanglichen Mix aus gediegener Romantik und guter Laune sind die Ensemblekonzerte der Musikschule Hardheim immer wieder eine unterhaltsame Auszeit vom Alltag.

Hardheim. Die Musikschüler und ihre Lehrer präsentierten am Sonntag in der Erftalhalle zum Ausklang des Wochenendes einen bunten Melodienstrauß von Klassik bis Pop.

In der Erftalhalle begrüßte Sonja Arlt in Vertretung für Musikschulleiterin Bärbel Mitsch das Publikum, für das es gleich zu Beginn ein Wiederhören mit den legendären Beatles gab. Allerdings brachten die jungen Gitarristen Franz Mayerhöfer und Simon Kreis (Klasse Bernhard Trabold) mit dem 1966 veröffentlichten Titel „Here And There And Everywhere“ ein eher weniger bekanntes Werk zu Gehör. Das aber freilich auf einem bemerkenswerten Niveau, welches von Marlon Kern und seiner Lehrerin Sonja Arlt gehalten wurde: Als flotten, beschwingten Frühlingsgruß spielten sie mit „Grün, grün, grün sind alle meine Kleider“ ein vergnügliches Stück aus dem Volksgut auf, bei dem sicher nicht nur die Kinder in Gedanken den Text mitsangen.

Sodann ging es auf eine musikalische Reise nach St. Petersburg – wohlgemerkt ohne die Erftalhalle verlassen zu müssen: Aus dem Schaffen des russischen Gegenwartskomponisten Vladimir Sapozhnikov adaptierten Julia und Simon Böhrer (Klasse Nelli Schmidt) am Klavier die „Reise in den Himmel entlang St. Petersburg in der Kutsche“. Bei jenem verträumten, von sauber gegriffenen Piano-Akkorde dominierten Werk lag der „Entspannungsfaktor“ besonders hoch: Wer die Augen schließen und sich in Gedanken verlieren wollte, wurde hier herzlich dazu eingeladen.

So richtig frühlingshaft wurde es anschließend bei dem von den kleinen Musikerinnen Clara Geier, Hannah Fiederlein, Lia Deubel, Lena Busch, Emilia und Josefine Kern sowie ihrer Lehrerin Sonja Arlt dargebotenen Ode auf den quietschfidelen „kleinen Frosch im Teich“, den man sich angesichts dieser fröhlichen Klänge bildlich vorstellen konnte.

Direkt danach gab sich mit der von Emma Leiblein, Jasmin Greulich und ihrer Lehrerin Sandra Zaiser gespielten Querflöte, mit der Mozarts Paradestück „Eine kleine Nachtmusik“ die ganze Pracht der Wiener Klassik voll zum Ausdruck bringen konnte, ein weiteres Instrument der Holzbläserfamilie die Ehre.

In klassischen Gefilden blieb man beim nächsten Programmpunkt: Viel Gefühl sowie die hör- und sichtbare Freude am gemeinsamen Musizieren lagen in der Luft, als das aus Caroline Keller und ihrem Lehrer Oliver Szykulski (Violine) sowie Michael Weller am dezent einsetzenden Klavier bestehende Kammertrio mit dem ersten Satz des „Doppelkonzerts für zwei Violinen“ nach Johann Sebastian Bach brillierte.

Einen Klassiker der Popularmusik gab es zum Ende des überaus entspannenden, durch die große Bandbreite der ausgewählten Stücke und die überzeugenden Darbietungen äußerst ansprechenden Konzerts.

Nachdem Lehrer Bernhard Trabold auf die Entstehungsgeschichte des Stücks hinwies und den Text sinngemäß ins Deutsche übersetzte, griff er selbst zur Gitarre: Gemeinsam mit seinen Schülern Franz Mayerhöfer und Simon Kreis interpretierte er den Beatles-Hit „Yesterday“. So strömten die Zuhörer nach reichem Beifall beseelt nach Hause und sicher auch ebenso zufrieden in die neue Woche. ad