Hardheim

Ursula von der Leyen auf Wahlkampftour Knapp 400 Besucher lauschten gestern Abend gespannt ihren Ausführungen in der Erftalhalle / Ausführungen zur Unionspolitik und der Bundeswehr

Ministerin zog die Hardheimer in ihren Bann

Hardheim.Sympathisch, bügernah, locker, eloquent und charmant: So begeisterte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen knapp 400 Besucher in der Hardheim Erftalhalle.

Auf Einladung des CDU-Wahlkreisabgeordneten Alois Gerig besuchte die stellvertretende Bundesvorsitzende der CDU gestern Abend die Erftalgemeinde. Mit einer halben Stunde Verspätung traf sie um 18.30 Uhr ein. Alles verlief sehr ruhig, geordnet und friedlich. Einsatzleiter Martin Fessner und seine Kollegen vom Polizeirevier Buchen hatten die Lage fest im Griff. Der Musikverein Schweinberg unter Leitung von Dirigent Luk Murphy stimmte schwungvoll auf die Veranstaltung ein. Die Halle war "proppenvoll wie zu Käfleins Zeiten" (Alois Gerig), mehrmals musste nachbestuhlt werden. Überraschend viele Jugendliche und junge Leute interessierten sich für die Ausführungen der Verteidigungsministerin und engagierten Frauenpolitikerin. Neben weltpolitischen Themen (Nato, Türkei, Europäische Union), thematisierte sie die Innen-, Wirtschafts- und Familienpolitik ihrer Partei und natürlich auch die Entwicklung der Bundeswehr und die Reaktivierung der Hardheimer Carl-Schurz-Kaserne im Speziellen. Übrigens als einziger Kaserne in ganz Deutschland. Ihre Ausführungen würzte sie mit Anekdoten aus ihrer Jugend und brachte auf diese Weise locker, kurzweilig und amüsant ihre Botschaften an den Mann und die Frau. Nebenbei plauderte sie über die gemeinsame Liebe von ihr und Alois Gerig zu Pferden. Die Zuhörer bejubelten ihre Rede mit stehenden Ovationen.

Mit "knackig" kurzen Gruß- und Dankesworten eröffneten der Wahlkreisabgeordnete und Hardheims Bürgermeister Volker Rohm die Kundgebung, schließlich war der Ablauf minuziös "getaktet".

Rohm hob auf das gute Miteinander zwischen der Zivilbevölkerung und ihren Bürgern in Uniform in den letzten 50 Jahren ab. "Bei uns sind die Soldaten gerne gesehen", beteuerte er. Und das, so die Ministerin, habe auf jeden Fall mit dazu beigetragen, dass die Carl-Schurz-Kaserne wieder Bundeswehrstandort wird. "Aber auch der außergewöhnliche Alois Gerig ist nicht ganz unschuldig, dass die Bundeswehr wieder nach Hardheim kommt", würdigte sie den Einsatz des Abgeordneten für seinen Wahlkreis. Und vor dem Schlusswort des CDU-Ortsverbandsvorsitzenden Markus Weniger erschallte - wie könnte es anders sein - aus tiefer Inbrunst und fast vierhundert Kehlen das Badner-Lied durch die altehrwürdige Halle. Später postierte die Ministerin trotz des knapp bemessenen Zeitrahmens für einige Selfies mit Besuchern und stellte sich auch den Fragen der örtlichen Presse. Die FN werden noch ausführlich über die Veranstaltung berichten.