Hardheim

Dorothee Fleck kommt nach Hardheim Vortrag am 7. März

Mit dem Fahrrad rund um Afrika

Hardheim.Die Extremradlerin und Buchautorin Dorothee Fleck, die als Frau allein mit dem Fahrrad rund um Afrika gereist ist, kommt nach Hardheim. Sie hält am Donnerstag, 7. März, in der Aula des Walter-Hohmann-Schulentrums in Hardheim einen Vortrag. Einlass ist ab 18.30 Uhr, Beginn ist um 19 Uhr.

Trotz der vielen Bedenken, alleine als Frau mit dem Fahrrad rund um Afrika zu fahren, machte sich Dorothee Fleck auf den Weg. In zwei Jahren fuhr sie 40 000 Kilometer durch 33 afrikanische Länder.

Zum Warmradeln im Dezember bot sich der Rhone-Radweg an. Durch Frankreich gelang die Extremsportlerin ans Mittelmeer und entlang der Küste nach Spanien. Von Algeciras ging es mit der Fähre auf den afrikanischen Kontinent, zunächst in die kleine Enklave Ceuta.

Vom Schnee im Atlas-Gebirge kam Fleck in die Hitze der Wüste. Kurz vor Mauretanien fuhr ein Reisebus über ihr Vorderrad. Notdürftig konnte sie die beschädigten Teile vor Ort ersetzen.

Ebola durchkreuzte ihre Pläne, die Grenzen in die Elfenbeinküste waren noch geschlossen. In Nigeria fand sie eine sichere Schneise zwischen Boko Haram und den Anschlägen auf Ölplattformen im Nigerdelta.

Wegen Tiefsand musste sie in Angola auf andere Fahrzeuge zurückgreifen. Nach Lusaka, der Hauptstadt von Sambia, wendete sich das Blatt. Es wurde touristischer, es gab Orte, wo Dorothee Fleck ein Weilchen verweilen konnte.

Immer wieder wurde sie von den wilden Tieren, vor allem Löwen, gewarnt. Sie hatte „nur“ hauptsächlich Begegnungen mit Elefanten, Giraffen, Zebras und verschiedenen Antilopenarten. Eines Abends wurde sie am Zelt von einer ganzen Horde Elefanten heimgesucht und musste vom Ranger gerettet werden.

Nachdem sie den südlichsten Punkt des Kontinents erreicht hatte, fuhr sie entlang der Ostküste wieder zurück.

Auf den hohen Pässen Lesothos wurde sie immer wieder vom Gewitter eingeholt. Anstatt von wilden Tieren, wurde sie in Ruanda und Äthiopien von bettelnden, teilweise Steine werfende Kinder verfolgt.

Durch das letzte afrikanische Land, Ägypten, ging es mit Polizeieskorte, eine ganz neue Erfahrung.

Etwas erleichtert, eine der härtesten Touren hinter sich zu haben, aber die gastfreundlichen, hilfsbereiten Menschen vermissend, flog sie von Kairo nach Athen, um sich Deutschland wieder ganz langsam zu nähern.

Jedes Land wartete mit einem anderen Abenteuer auf, jeden Tag gab es neue Herausforderungen. Nach 33 afrikanischen Ländern, 43 628 Kilometern, zwei Jahren und zwei Wochen kehrte sie wohlbehalten zurück. Wieder hatte ich spannende und lehrreiche Erlebnisse, über die sie bei dem Vortrag berichten möchte.