Hardheim

IG „Mühlenradweg“ hat eine Mountainbike-Gruppe Leiter ist Sascha Herwig / Informationen über die Sportart / Weiteres Freizeitangebot für Radler

MTB-Trial um Hardheim in Planung

Hardheim.Gemeinhin gilt für Vorträge ein Motto: Einer redet, viele hören zu. Sollte man meinen. Einen anderen Weg schlugen Sascha Herwig als Leiter der neuen Mountainbike-Gruppe der IG „Mühlenradweg Erftal“ sowie Ramon Kuck (MB-Radsport Amorbach) und Dirk Kappes (Sport-Café Gerichtstetten) ein: Im Biergarten des „Ochsen“ gestalteten sie einen lockeren Abend zum Thema „Biken in der Gruppe“, der sogar Testrunden auf zwei Rädern implizierte.

Nach der Begrüßung erinnerte Herwig an die Ziele, die das Fundament der im Februar gegründeten, aktuell zwölf Radfahrer umfassenden Gruppe bilden: „Es handelt sich um ein Angebot für Mountainbiker aus der Region, wobei der Fokus nicht auf extremem Training und Rekordversuchen liegt, sondern auf gemeinsamem Spaß, Freude am Fahrrad und Ausfahrten auf interessanten wie schaffbaren Trails“, informierte er.

Gleichwohl sei geplant, neben dem fränkischen Odenwald auch die weitere Umgebung mit dem Mountainbike zu „erfahren“ und „mit dem Rad den eigenen menschlichen Horizont zu erweitern“, so Herwig.

Klare Regeln gibt es dennoch: „Wir fahren gesittet und respektieren die Natur und die Tiere“, ließ er unmissverständlich wissen. Unter dieser Prämisse könne man sich auch Fahr- und Sicherheitstrainings vorstellen, etwa in Zusammenarbeit mit den örtlichen Schulen: „Es ist wichtig, die Leute für den richtigen und sicheren Umgang mit dem Rad zu mobilisieren“, betonte Herwig.

In Planung befindet sich derzeit auch ein etwa 20 Kilometer langer, sich über 350 Höhenmeter erstreckender Mountainbike-Kurs rund um Hardheim, dessen Fluchtpunkt der Schlossplatz ist.

Die eigentliche Trail-Strecke beginnt an der Wolfsgrubenhütte und umfasst auch das Areal rund um Honert und Leiterholzspitze. Ein südöstlicher Anschluss an den Erftal-Radweg ist nicht nur ein wünschenswertes Ziel, sondern wird tatsächlich erfolgen: „Im Bereich der Lindenmühle wird die neue Strecke in den Erftal-Radweg münden und zurück zum Schlossplatz führen“, erklärte Sascha Herwig und nahm eher zaghaften Naturen bereits im Vorfeld alle Zweifel: „Für diese Strecke, deren Trail-Anteil rund 2,5 Kilometer umfassen wird, muss jedoch niemand irgendwelche Risiken für Leib und Gesundheit eingehen“, stellte er klar und sah in der Strecke „eine Möglichkeit, Hardheim noch attraktiver zu gestalten“. Auch könne die örtliche Gastronomie durch die MTB-Radler profitieren.

Wie Stephan Eirich einräumte, könne beim Bau der Strecke jeder mitwirken, „der mit Schaufel und Hacke umgehen kann“. Auch Kreativität sei gefragt: Beim Trailbau werde diesbezüglich „nichts genau definiert“, obwohl enge Absprachen mit der Gemeindeverwaltung, dem Forst sowie Jägern und Naturschützern oberste Priorität genießen.

Über den neuen Trend hin zu „E-Mountainbikes“ referierte Fachmann Ramon Kuck (MB-Radsport Amorbach). Er stellte gängige Modelle vor und erklärte die Merkmale eines qualitativ hochwertigen Fahrrads. Dass neben der Beschaffenheit des Velos auch andere – häufig kaum beachtete – Faktoren entscheidend sind, ließ Dirk Kappes (Sportcafé Gerichtstetten) wissen: „Wer Mountainbike fährt, benötigt gutes und robustes Schuhwerk“, betonte er, während Sascha Herwig sich in Vorfreude auf gemeinsame Touren mit zahlreichen Fahrern übte: „Vielleicht können aus anfänglichen kleinen Runden eines Tages größere Auslandsreisen werden!“, schilderte er den Weg in eine mögliche Zweirad-Zukunft im Erftal.

Nach dem sehr beliebten Erftal-Radweg wäre ein solcher MTB-Trial jedenfalls ein weiteres ansprechendes Freizeitangebot für Radler und ein erneuter sportlicher Paukenschlag. ad