Hardheim

Freizeitanlage in Schweinberg Hardheimer Gemeinderat vergab die Ausstattung / Kosten von rund 100 000 Euro trotz ehrenamtlicher Leistungen

Neuer Dorfplatz wird naturnah gestaltet

Ein Treffpunkt für alle Generationen soll der neue Dorfplatz in Schweinberg werden. Der Gemeinderat vergab Anschaffung und Aufbau der Spielgeräte und Freizeiteinrichtungen.

Hardheim. Im Februar ist mit den Bauarbeiten zur Umgestaltung des alten Friedhofs in eine zeitgerechte Freizeitanlage begonnen worden. Erste Maßnahme war die Instandsetzung der alten Friedhofsmauer nach den denkmalrechtlichen Vorgaben sowie die „Baureifmachung“ des Geländes.

Parallel dazu wurde ein breit angelegtes Bürgerbeteiligungsverfahren gestartet mit einer Ideenfindungswand und verschiedenen Workshops, in denen unterschiedliche Interessens- und Altersgruppen vertreten waren, wie Bürgermeister Volker Rohm informierte.

Bauamtsleiterin Denise Reichert stellte anhand einer Bildpräsentation das Konzept der Neugestaltung vor.

Die weitere Planung berücksichtige die Interessen und Ideen der Bürger, lasse die naturräumliche Umgebung der Burg auf dem Areal des alten Friedhofs weiterleben und ziehe damit den Charakter des Gesamtensembles in den Dorfmittelpunkt.

Dabei werde besonderer Wert auf die Natürlichkeit der Gesamtanlage gelegt, was sich bei der Auswahl der Baustoffe und bei der Farbgebung bemerkbar mache, so dass die Anlage insgesamt im Einklang mit der Natur entwickelt werde.

Alle Bereiche sollen ohne Schaffung von Versiegelungsflächen, ausgebildet werden, so dass eine hohe Integration in die natürliche Umgebung gegeben ist.

Es sind – laut Reichert – verschiedene Bereiche als Treffmöglichkeit für die verschiedenen Generationen vorgesehen, so dass sich das Gesamtareal nicht nur bei einzelnen Veranstaltungen, sondern ganzjährig zum zentralen Treffpunkt für die gesamte Bevölkerung entwickeln kann. Folgende Einzelbereiche sind vorgesehen:

Treff- und Sitzmöglichkeiten für verschiedene Generationen (Kommunikationspavillion, Relaxliegen, Outdoor-Sitzsäcke und Mehrgenerationenschwinger).

Bewegungselemente (Generationenparcour, Multi-Spielanlage, Wasserspielanlage, Kleinkinderspielbereich, Seilbahn und Federwipper).

Spiel- und Beschäftigungsbereiche (Schachbrett, Lese-/Vorleseecke).

Zum Abschluss wurd noch ein Weg durch die Anlage gezogen.

„Die Vorschläge und Gestaltung wurden nicht im stillen Kämmerlein vorbereitet“, war Bürgermeister Rohm wichtig, sondern unter Beteiligung der Bürger. Es habe sich ein Helfer- und Umsetzungsteam gebildet unter der Leitung von Ortsvorsteher Dieter Elbert. Trotz deren ehrenamtlicher Leistungen seien noch stolze 100 000 Euro zu investieren. Die meisten Geräte und Anlagen wird die Firma SIK-Holz zum Angebotspreis von 92 922 Euro liefern und aufbauen. Das Schachbrett wird auf Beschluss des Gemeinderates von der Firma Westfalia zum Preis von 2969 Euro bezogen.

Die Mittel sind nach Aussage von Kämmerer Bernd Schretzmann im Haushalt 2018 eingestellt und im Haushaltsplanansatz 2019 vorgesehen.