Hardheim

Kolpingsfamilie „Handy-Sammelboxen“ erwiesen sich als ein Erfolg / „Aktion Schutzengel“

Nun gibt es „Handysäulen“

Archivartikel

Hardheim.Die in Fachgeschäften Hardheims und den Kirchen aufgestellten „Handy-Sammelboxen“ der Kolpingsfamilien der Seelsorgeeinheit Hardheim-Höpfingen im Madonnenland erwiesen sich als Erfolg: Rund 200 alte Handys wurden abgegeben und beim Hilfswerk Missio recycelt. Als Nachfolger warten nun die von Kolping-Vorsitzendem Alexandre Ost gezimmerten „Handysäulen“ auf ausgediente Mobiltelefone. Die in Deutschland nicht mehr gebrauchten Geräte werden beim Hilfswerk Missio recycelt, wo mit der „Aktion Schutzengel“ für Familien in Not weltweit die dramatische Situation von Familien im Kongo in den Mittelpunkt gestellt und geholfen wird. „Für jedes Handy erhält Missio einen Beitrag für die Hilfsprojekte der ‚Aktion Schutzengel’ im Kongo“, so Ost, und weiter: Millionen wurden durch den Bürgerkrieg im Kongo zu Flüchtlingen im eigenen Land; unter dem Konflikt leiden vor allem Familien. Dörfer werden überfallen, Menschen verschleppt und Frauen Opfer sexueller Gewalt; im Osten des Landes kämpfen bewaffnete Milizen um Bodenschätze. Durch den illegalen Verkauf von Erzen wie Coltan finanzieren sie ihren Krieg. Die grausamen Kämpfe haben etwas mit unseren Handys zu tun. Coltan sorgt dafür, dass die Handys nicht überhitzen. Hier „docke“ das Projekt „Saubere Handys“ an: „Statt illegalem Coltan aus der Konfliktregion möge es aus recycelten Handys gewonnen werden“, so Alexandre Ost, „für jeden Einzelnen ist es nur ein kleiner Schritt, aber gemeinsam können wir etwas bewegen.“

Die „Handysäulen“ tragen nicht zuletzt dem ungebrochen starken Zuspruch Spendenwilliger Rechnung: „Auch nach dem offiziellen Ende der Aktion erhielten wir Anrufe aus dem ganzen Kreis, ob man weiterhin Handys bei uns abgeben könnte“, blickt Ost zurück. Das kann man nun wieder: Die Säulen wurden durch die Kolpingsfamilie bei den Bäckern „Dietz-Thorwart“ und „Gärtnersmühle“ sowie in der Pfarrkirche St. Alban aufgestellt.