Hardheim

Osterfeier in Hardheim Pfarrer zog in die dunkle Kirche ein / Persönliche Gespräche

Osterfeuer gesegnet und Kerze entzündet

Archivartikel

Hardheiom/Höpfingen.Glück mit dem Wetter hatte die Seelsorgeeinheit Hardheim-Höpfingen im Madonnenland am Karsamstag. Trotz des angekündigten Regenwetters konnten die Feierlichkeiten der Osternacht wie geplant stattfinden. Sie begannen ab 20.30 Uhr mit der Entzündung des Osterfeuers am Missionskreuz aus dem Jahr 1696 am Seiteneingang der Pfarrkirche St. Alban. Volkstümlich wurde dieser alte Brauch früher als „Judasverbrennung“ bezeichnet.

Von Pfarrer Hans Scheuermann wurde das Osterfeuer gesegnet und die Osterkerze daran entzündet. Die Osterkerze ist mit einem Kreuz verziert und den Buchstaben Alpha und Omega und der jeweiligen Jahreszahl. Außerdem symbolisieren fünf Weihrauchkörner die Zahl der Wundmahle Jesus. Seit dem 5. Jahrhundert ist die Osterkerze in Rom üblich und steht mit dem Feuer und dem Licht für den Sieg über die Finsternis. Christus ist das Licht der Welt und hat den Tod endgültig überwunden.

Deshalb zieht der Pfarrer mit dem Licht der Osterkerze in die dunkle und unbeleuchtete Kirche ein und die Anwesenden entzünden an der Osterkerze ihre eigenen Kerzen. An die „Lichtfeier“ schließt sich der Wortgottesdienst an. Mit der Tauffeier und der Eucharistiefeier endet die Osternacht.

Anschließend zogen Pfarrer Scheuermann, die Ministranten und die Pfarrgemeinde feierlich zum Schlossplatz. Hier wurde der Osterbrunnen gesegnet und die Anwesenden konnten sich an den Schwedenfeuern wärmen; bei Getränken bestand die Möglichkeit zu interessanten und geistreichen persönlichen Gesprächen.

Den Abschluss bildete der Festgottesdienst am Ostermontag, der von Pfarrer Andreas Rapp zelebriert wurde und vom Kirchenchor St. Alban feierlich gestaltet wurde.

Hierzu wurde eine neue Messe, die lateinische Messe in A von Christopher Tambling (1964-2015) einstudiert. Die musikalische Begleitung des Gottesdienstes an der Vleugels-Orgel übernahm Stephanie Heiden. En