Hardheim

50 Jahre Maschinenring Odenwald-Bauland Fest auf dem Schlempertshof / „Maschinenring ist für die Region wichtiger als die Mondlandung“

Partner der Landwirtschaft und des Kreises

Archivartikel

50 Jahre Maschinenring Odenwald-Bauland: Dies nahm die Selbsthilfeorganisation der Landwirte zum Anlass, um sich der Öffentlichkeit auf dem Schlempertshof zu präsentieren.

Schlempertshof. Rund 120 Traktorfahrer steuerten am Sonntagvormittag den Schlempertshof an und nahmen an der Traktorsegnung teil. Anschließend füllten sich eine Scheuer und ein daran angebautes Zelt mit Gläubigen, um den Gottesdienst zu feiern. Mathias Berberich, Vorsitzender des Maschinenrings, war sehr beeindruckt von der großen Teilnehmerzahl am Gottesdienst und der offiziellen Eröffnung des Festes. Er begrüßte alle Gäste und dankte allen Helfern für ihren Einsatz.

Erster Landesbeamte Dr. Björn-Christian Kleih freute sich mit den Mitgliedern des Maschinenrings über ihr „goldenes Jubiläum“. Er gratulierte im Auftrag des Landkreises und aller Fachbereiche, die seit Jahren mit dem Maschinenring zusammenarbeiten. Nach den Worten von Kleih sind die Überlegungen, die vor 50 Jahren zur Gründung des Maschinenrings geführt hatten, auch heute noch aktuell. Er wies auf das enge Preisgefüge bei Agrarprodukten hin. Er bezeichnete den Maschinenring als „schlagkräftige Einheit“, die es den Landwirten ermögliche, kostengünstig moderne Technik einzusetzen. „Der Maschinenring ist Partner der Landwirtschaft und des Landkreises“, sagte Dr. Björn-Christian Kleih. Er dankte diesem für die gute Zusammenarbeit. „Wenn es den Maschinenring nicht gäbe, müsste man ihn erfinden.“

Leonhard Ost, Präsident des Bundesverbands der Maschinenringe, war von Günzburg zum Schlempertshof gekommen. Er habe diese Reise gern auf sich genommen, um anlässlich des Jubiläums die Arbeit des Maschinenrings Odenwald-Bauland zu würdigen. „Die Maschinenringe sind immer noch wichtig und modern“, betonte er. Es sei nötig, sich immer wieder die Frage zu stellen, woher man komme und wohin man gehe. Die aktuelle besondere Herausforderung für die Landwirtschaft liege darin, die zunehmende Digitalisierung zu meistern. Er erwartet, dass immer mehr Robotertechnik in der Landwirtschaft zum Einsatz kommen werde. An die Mitglieder des Maschinenrings Odenwald-Bauland gewandt, sagte er: „Es ist beeindruckend, was Sie hier auf die Beine gestellt haben!“ Er wünschte den Mitgliedern weiterhin viel Kraft und Erfolg und überreichte eine Jubiläumsgabe an Mathias Berberich.

Auch Dr. Hansjörg Weber, Geschäftsführer des Landesverbands der Maschinenringe, gratulierte. „Die Gründung des Maschinenrings Odenwald-Bauland war ein großer und wichtiger Schritt für die Region, wichtiger als die Mondlandung“, sagte er. „Das ist eine stolze Zahl!“, sagte Bundestagsabgeordneter Alois Gerig und gratulierte ebenfalls zum 50-jährigen Bestehen des hiesigen Maschinenrings. Er wies darauf hin, dass er fast die Hälfte dieser Zeit selbst verantwortlich als Geschäftsführer mitgestaltet habe. Die rund 500 Mitglieder des Vereins profitierten von dieser Zusammenarbeit. So wurde für diese der Strukturwandel in der Landwirtschaft erleichtert, unter anderem dadurch, dass die Bauern weitere Möglichkeiten zum Geldverdienen erhielten, zum Beispiel in der Landschaftspflege und Grüngutentsorgung.

Im Laufe des Nachmittags strömten unzählige Besucher mit dem Auto, dem Fahrrad und zu Fuß zum Schlempertshof. Bei sommerlichem Wetter informierten sie sich über die Landwirtschaft und die Arbeit des Maschinenrings. In Vorführungen führten Fachleute Maschinen vor und erklärten verschiedene Techniken und Arbeitsweisen.