Hardheim

Ausflug nach Frankreich Hardheimer Feuerwehr fuhr zur Ehrenfeier von Jean Huguin in die französische Partnerstadt Suippes

Partnerschaft lag ihm am Herzen

Zu einer ganz besonderen Feier wurde die Feuerwehr Hardheim in die französische Partnerstadt Suippes eingeladen: die Zeremonie zu Ehren von Jean Huguin.

Hardheim/Suippes. Seit mehr als 50 Jahren pflegt die Hardheimer Feuerwehr einen engen Kontakt zu ihren Kameraden in der französischen Partnerstadt Suippes. In den vergangenen Tagen war es wieder so weit, eine Abordnung aus dem Erftal machte sich auf den Weg nach Frankreich. Unter Führung des in Sachen Partnerschaft höchst engagierten James Bachmann besuchten für mehrere Tage die Floriansjünger Wolfgang Gärtner, Alexander Meier mit Ehefrau Maria, Holger Nickert, Elmar Morh, Richard Zeller mit Ehefrau Gudrun und Manuel Zierlinger die kleine Gemeinde im französischen Nordosten. Im Vordergrund stand eine Zeremonie für den verstorbenen Jean Huguin. Der frühere Bürgermeister und langjährige Feuerwehrkommandant wurde für dessen Verdienste wie den Bau eines Hauses für die Vereine gewürdigt.

Über 40 Jahre im Einsatz

Diese Ehrung und zudem die vorausgehende offizielle Übergabe des Feuerwehrkommandos für das Centre de Secours de Suippes an Sylvère Torrents standen im Mittelpunkt einer beeindruckenden Feier in Anwesenheit des Bürgermeisters von Suippes, von Kommunal- und Regionalvertretern sowie von Feuerwehren des Départements. Sie alle waren zusammen mit den Hardheimer Gästen in einer Ehrenformation für Jean Huguin angetreten. In den Reden wurde die über 40-jährige Einsatzbereitschaft von Huguin gelobt und dessen Begeisterung für die Feuerwehr.

Dessen Leidenschaft übertrug sich auch auf seine Familie: Dessen Neffe, Sylvère Torrents, wurde zum neuen Feuerwehrkommandanten gewählt. James Bachmann freute sich darüber, dass die Hardheimer Feuerwehr diese Ehre zuteilt wurde, an der Feier teilzunehmen. Zur Erinnerung an den bedeutsamen Tag überreichte er einen antiken Feuerwehrhelm mit Widmung und wünschte dem neuen Kommandanten viel Erfolg, immer die richtigen Entscheidungen zu treffen und vor allem gesunde Heimkehr nach allen Einsätzen.

Weitreichende Bedeutung hatte auch der zweite feierliche Anlass: die Umbenennung des Hauses der Vereine in Kultur- und Vereinszentrum Jean Huguin. In einer denkwürdigen Zeremonie enthüllten dessen Ehefrau Danièle und seine Enkelin Inès eine Gedenktafel.

Viel für Region getan

Für die Hardheimer Feuerwehrleute und Bevölkerung betonte Bachmann die große Freude über die Namensänderung. Mit der damit vorgenommenen Ehrung sah Bachmann eine Ehrung für eine Persönlichkeit, die für Suippes viel getan habe, wie man auch an anderer Stelle sehen könne. Dazu gehörten zudem auch Verdienste für die Region, so der Hardheimer Sprecher, dem vor allem auch die Anerkennung des Engagements Huguins für die Partnerschaft mit Hardheim am Herzen lag. Er sei wie kein anderer immer für die deutsch-französische Partnerschaft und speziell für die Städtepartnerschaft zwischen Hardheim und Suipppes eingetreten. Diese habe er gelebt, gepflegt und gefestigt, wo immer es auch möglich war.

Der Sohn von Huguin, Jean-Louis, selbst über Jahre hinweg Kommandant des Centre de sécours und um enge Verbindungen in die deutsche Partnergemeinde bemüht, kam neben anderen Sprechern ebenfalls zu Wort und bedankte sich für die Ehrung seines Vaters.

Die Hardheimer Feuerwehrgruppe sah sich im Verlauf ihres Aufenthaltes ein weiteres Mal bestens aufgenommen und betreut. Sie wurde zunächst am Gerätehaus in Suippes freudig empfangen, ehe sie auf die vorgesehenen Gastgeber verteilt wurde. Die in der Umgebung von Suippes besonders schlimmen Kriegsereignisse vor allem während des Ersten Weltkrieges wurden in der Umgebung der „Main de Massiges, des sogenanten Kanonenbergs, als Teil eines eindrucksvollen Informationsprogramms in Erinnerung gebracht.