Hardheim

Maschinenfabrik Gustav Eirich IHK-Präsident Manfred Schnabel besuchte das Hardheimer Familienunternehmen

„Pfiffige Idee und Gespür für den Markt sind hier zuhause“

Hardheim.Im Neckar-Odenwald-Kreis sind marktführende und ausbildungsstarke Unternehmen zuhause. Dies machte ein Besuch von Manfred Schnabel, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar, bei der Maschinenfabrik Gustav Eirich in Hardheim eindrucksvoll deutlich.

Empfangen wurde die IHK-Delegation von den Geschäftsführern Stefan Eirich und Ralf Rohmann sowie von Paul Eirich, Generalbevollmächtigter. Die Nähe und der persönliche Kontakt zu Mitgliedsunternehmen liegen IHK-Präsident Schnabel besonders am Herzen. „Nur so können wir als IHK die Interessen der regionalen Wirtschaft vertreten“, so Schnabel.

Die Maschinenfabrik Gustav Eirich GmbH & Co KG wurde als Mühlenwerkstatt gegründet. Seit 1863 entstand daraus die weltweit tätige Eirich-Gruppe, die mittlerweile auf vier Kontinenten in 13 Ländern mit Auslandsniederlassungen unter anderem in Brasilien, China, Indien, Japan, Russland, Südafrika und den USA tätig ist.

Geschäftsführer Ralf Rohmann präsentierte das Unternehmen und seine ausgefeilten Produkte zum Mischen von Stoffen aller Art. Eirich verkaufe prozessuale Lösungen, also das Mischen selbst. „Das Produkt Mischer ist damit für uns Mittel und Zweck für unsere Kernkompetenz, die Verfahrenstechnik“, so Rohmann. In der Wertschöpfungskette sei Eirich damit direkt der Rohstoffgewinnung nachgelagert. Die Exportquote betrage rund 80 Prozent.

Nach dem Rundgang diskutierten Schnabel und Rohmann über die Herausforderungen eines familiengeführten Unternehmens. An der Diskussion beteiligten sich auch IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Axel Nitschke und Standortleiter Dr. Andreas Hildenbrand.

Die unternehmerischen Risiken seien heutzutage meist unkalkulierbar. Zusätzlich zu den wirtschaftlichen Risiken wie Fachkräftemangel gebe es immer mehr politische Risiken wie Zölle oder Bürokratie, die mit plötzlichen Umsatzrückgängen oder mit drastischen Kostenschüben verbunden seien, so Rohmann. IHK-Präsident Schnabel betonte, dass die IHK diese Themen derzeit intensiv bearbeitet. Für ihn hat der ländliche Teil des IHK-Bezirks viel zu bieten. Er ist ein attraktiver, lebenswerter und – bei aller ländlichen Idylle – dynamischer Standort, kurzum ein starkes Stück Metropolregion Rhein-Neckar. „Hier sind pfiffige Ideen, Gespür für den Markt und Kundennähe zuhause“, erklärt Schnabel.