Hardheim

DRK Höpfingen Am 19. November 1934 fing alles an / JRK und AG Rotes Kreuz mit Jubiläum

„Sanitätskolonne“ legte den Grundstein

Höpfingen.85 Jahre DRK, 50 Jahre JRK und 30 Jahre AG Rotes Kreuz in Höpfingen stehen für eine Fülle von Ideen, Einsatz, Solidarität und Hilfsbereitschaft vieler aktiver Helfer im Dienste der Allgemeinheit und für viele, die der Hilfe und Unterstützung bedürfen.

Der Gedanke zur Gründung einer „Sanitätskolonne Höpfingen“ wurde am 9. Juli 1934 verwirklicht. Zur Gründung waren erschienen Dr. Sauer und Kolonnenführer Löhr aus Walldürn. Die Gründungsmitglieder setzen sich zusammen aus Ludwig Berberich (Kolonnenführer),Otto Kaiser (Gruppenführer), Anton Häfner, Alois Berberich, Franz Dörr, Joseph Hauck, Herrmann Sauer, Anton Eiermann, Karl Saur, Karl Link, Alois Hauk, Linus Farrenkopf, Emil Nohe und Wilhelm Hauk.

Am 19. November 1934 nahm eine elf Mann starke „Sanitätskolonne“ des Roten Kreuzes an einer Feuerwehrübung teil. Bei zahlreichen Übungsabenden in der Gründerzeit übten die Mitglieder dieser „Sanitätskolonne“ großenteils, wie man Verbände anlegt. Das DRK Walldürn unterstützte das DRK Höpfingen bei der Gründung. Kolonnenführer Vinzenz Löhr und Kolonnenarzt Dr. Karl Sauer führten die ärztlichen Untersuchungen der Mitglieder im Krankenhaus Walldürn durch. Erst nach Teilnahmen an mehreren Kolonnenführerkursen in Tauberbischofsheim und Buchen nahmen die Mitglieder am 17. Oktober 1935 an ihrer ersten Feuerwehr-Nachtübung aktiv teil. Erste-Hilfe Kurse fanden 1938 durch Dr. Seitz (Hardheim) im damaligen Gewerbeschulsaal der Höpfinger Schule statt. Außer den männlichen Teilnehmern, die nicht namentlich im Vereinsprotokollbuch angeführt sind, nahmen die fünf folgenden weiblichen Mitglieder teil: Therese Böhrer, Maria Hauk, Rosa Berberich, Ida Eiermann und Frieda Berberich. Zur Führung der weiblichen Abteilung wurde Therese Böhrer von Dr. Seitz ernannt. 1938 wurden die männlichen und weiblichen Bereitschaftsmitglieder durch Landrat Weber (Buchen) im Sitzungssaal des Hardheimer Schlosses vereidigt. Nach einer Pause der Aktivitäten zwischen 1940 bis 1950 fanden sich dann wieder junge Männer und Frauen zusammen, um die Idee des DRK wieder aufzugreifen. Bis heute ist der Ortsverein auf vielen Feldern aktiv. Die Weichen für eine gute Zukunft wurden vor kurzem gestellt: Der verdiente Norbert Kuhn wurde nach jahrzehntelangem Wirken zum Ehrenvorsitzenden ernannt und verabschiedet. Sein Nachfolger ist Jens Eiermann.

Zum 85-jährigen Bestehen des DRK wird es keine Feierlichkeit geben. Stattdessen wird am 7. und 8. September das Jubiläum „50 Jahre Jugendrotkreuz“ groß gefeiert.