Hardheim

50-Jahr-Feier Festbankett mit Ehrungen und einer interessanten Rückschau / Die „Wilden 68er“ aus dem Ortsteil demonstrierten nicht, sondern gründeten einen Verein

SC ist eine deutliche Bereicherung Erfelds

Archivartikel

Zahlreiche Gäste aus nah und fern fanden sich am Donnerstag in der Kirchbergklause ein, um mit dem SC Erfeld dessen Jubiläum zu feiern.

Erfeld. 50 Jahre SC Erfeld sind mehr als nur ein halbes Jahrhundert Fußballgeschichte. Es ist auch die Geschichte eines Vereins, der in Höhen und Tiefen eine funktionierende Gemeinschaft bildete, der aber ebenso das kulturelle Leben von Erfeld geprägt und bereichert hat. Gründe genug, dieses Jubiläum in Rahmen eines Sportfestes und eines beeindruckenden Festaktes zu begehen

Vorsitzender Thomas Frank hieß die zahlreichen Gäste willkommen. Unter ihnen Bürgermeister Volker Rohm, die Pfarrer Andreas Rapp und Hans Scheuermann, Ortsvorsteher Thomas Leithold, die Ehrenvorsitzenden Peter Czemmel und Roland Horn, die Ehrenmitglieder Johann Treszl und Helmut Tix, Sportkreisvorsitzenden Manfred Jehle, Fußballkreisvorsitzender Klaus Zimmermann, sowie die Vertreter der Erfelder Vereine und befreundeter Fußballvereine.

Blick in die Chronik

Dann begann ein ausführlicher wie interessanter Rückblick auf eine spannende Vereinsgeschichte, die mit der Vereinsgründung am 26. Juli 1968 im Gasthaus „Ritter“ begann. Vom Sport mit dem runden Leder begeistert, waren es 46 Gründungsmitglieder, die mit ihrer Unterschrift den Grundstein für die Rot-Weißen Fußballer aus Erfeld legten.

Peter Czemmel, jahrelang Vereinsvorsitzender des SC, erzählte vom schweren Anfang seines Vereins, zumal man anfangs noch gar keinen eigenen Sportplatz hatte.

Interessante Details zum Spielbetrieb des SC Erfeld, prägten seine große „Fußballgeschichte“. Der in 1970 angefangene Sportplatzbau wurde 1972 fertiggestellt und aus dem Schulgebäude wurde das Sportheim. Viele interessante, aber auch unterhaltsame Details zu Spielbetrieb, den Mannschaften und Erfelder „Fußballpersönlichkeiten“, zogen die Zuhörer in seinen Bann.

Sportlich wechselten sich Höhen und Tiefen ab, doch man hielt zusammen und auch mit Theateraufführungen, Sport- und Dorffesten prägte der SC Erfeld das kulturelle Leben seines Heimatdorfes.

Nicht nur im Fußballspiel aktiv

1977 wurde die Damengymnastikgruppe gegründet, die neben ihrer sportlichen Betätigung jährlich zum Maifest nach Erfeld einlädt. Sport und vorbildliche Kameradschaft schweißte den Verein zusammen und mit vielen helfenden Händen gelangen zahlreiche Baumaßnahmen rund um Sportplatz und Kirchbergklause, die seit 1981 das Vereinslokal des SC Erfeld ist.

Ein Generationswechsel in der Vereinsführung stand 1991 an, als Roland Horn den Vorsitz von Peter Czemmel übernahm. Er führte nun die „Vereinsgeschichte“, auch beim Rückblick im Rahmen des Festaktes, fort.

Auch seine Bilanz der zahlreichen Aktivitäten in seiner „Amtszeit“ bis 2003, waren eine beeindruckende Geschichte. Mit Weitblick gründete man bereits 1993 die SG Erfeld-Gerichtstetten, zum „Erhalt des Fußballs im oberen Erftal, wie Roland Horn deutlich machte.

Seit 2003 führt Thomas Frank den SC Erfeld an. Er ergänzte in seinem Teil des Rückblickes nicht nur die sportliche Geschichte und die Weiterentwicklung mit weiteren Spielgemeinschaften, sondern porträtierte auch die Ehrenvorsitzenden und Ehrenmitglieder, insbesondere deren Wirken.

Mit einem abschließenden Dank an den unermüdlichen Förderer und ehemaligen Ortsvorsteher Peter Czemmel und seines Stellvertreters Roland Horn, der seit 32 Jahren aktiv im Vorstand mitarbeitet, sowie allen Mitgliedern, Förderern und Gönnern des Vereins schloss er eine außergewöhnlich erfolgreiche Vereinsgeschichte.

Grußworte

Den Reigen der Grußworte eröffnete Bürgermeister Volker Rohm. „50 Jahre SC Erfeld sind eine Geschichte von Erfolgen und Herausforderungen“, so der Rathauschef. „Während beim großen Fußball meist viel Geld die Regie führt, sind es beim Fußball auf dem Land das Ehrenamt und eine funktionierende Gemeinschaft.“ Für all das sportlich wie kulturell geleistete, dankte Rohm dem SC Erfeld, insbesondere Vorsitzendem Thomas Frank. Die Veränderung in der Gesellschaft erfordere weiterhin viel Mut und eine Dorfgemeinschaft, damit der Fußballsport im Erftal auch weiterhin eine gute Zukunft habe.

Gute Wünsche hatte auch Pfarrer Andreas Rapp für den SC Erfeld parat, dem er abschließend den Segen für ein gedeihliches wie erfolgreiches Miteinander mit auf den weiteren Weg gab.

Seinen Respekt vor all dem ehrenamtlichen Engagement des SC zollte Ortsvorsteher Thomas Leithold in seiner Gratulation. Der SC Erfeld habe das dörfliche Leben von Erfeld vorbildlich bereichert. Und so wünschte er sich, dass das weiterhin so bleibe und der Gründergeist erfolgreich fortgesetzt werde.

Lob, Dank und Anerkennung sprach auch der Vorsitzende des Sportkreises Buchen, Manfred Jehle, dem Jubiläumsverein aus. Das in Erfeld Geleistete verdiene höchste Anerkennung. Als äußeres Zeichen des Dankes überreichte er dem Verein die Ehrenurkunde und Jubiläumsfahne des Badischen Sportbundes.

Als Sprecher der Spielgemeinschaften und Nachbarvereine überbrachte der Vorsitzenden des SV Gerichtstetten, Willibald Heilig, Grüße und Glückwünsche. „Aus Rivalität wurde Freundschaft und aus Spielgemeinschaften wuchsen Erfolge“, so Willibald Heilig.

Nach einer Pause überbrachte Klaus Zimmermann in seiner Funktion als Vorsitzender des Badischen Fußballverbandes auch im Namen des Fußballkreises Buchen seine Glückwünsche. Er beleuchtete in seinen Worten die „Faszination Fußball“ und ging auf die Zukunft von Spielgemeinschaften ein, deren Bedeutung der SC Erfeld bereits vor Jahren rechtzeitig erkannt habe.

Neben den sportlichen Höhepunkten werde der SC Erfeld durch zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen auch seiner gesellschaftspolitischen Funktion in der Dorfgemeinschaft gerecht.

Roland Horn oblag am Ende des beeindruckenden Festaktes ein abschließendes Wort des Dankes, insbesondere an den derzeitigen Vorsitzenden Thomas Frank, der sich in unzähligen Bereichen und in vorbildlicher Weise tagaus und tagein für seinen SC Erfeld engagiert.