Hardheim

Leserbrief Zu „Diskussion um Mäharbeiten“ (FN vom 25. April)

Schlag gegen alle ehrenamtlich Tätigen

Archivartikel

Ich habe keine Probleme damit, meinen Namen in der Presse zu lesen, denn ich bin Kampf und Widerstand gewohnt. Ich bin eine Person, die für jegliche Art der Gleichberechtigung einsteht, die sozial engagiert ist und schon vieles zum Wohle der Gemeinde getan hat und, sofern man es zulässt, auch tun wird. Ich bin Mutter und Großmutter und hoffe, dass auch alle künftigen Enkelkinder Hardheim unterstützen werden, indem sie diesen Kindergarten besuchen und irgendwann später einmal, ehrenamtlich tätig sind.

Aber ich habe ein großes Problem damit, dass nun ausgerechnet die Gemeinderäte, die das Gesamtwohl der Gemeinde noch nicht aus den Augen verloren haben, nun an den Pranger gestellt werden sollen.

Hätte unser Bürgermeister nicht nur der Erzieherin der betreffenden Gruppe, sondern auch mir Bescheid gegeben, dass der aus dem Zusammenhang gerissene Satz unseres Vieraugengesprächs, zu einem Punkt der öffentlichen Sitzung unter Sonstiges wird, wäre ich selbstverständlich gerne gekommen und hätte im Detail und in seiner Richtigkeit dieses Gespräch wiedergegeben.

Es ging und geht nicht nur um das Rasenmähen! Aber bleiben wir bei diesem Grundstück. Dieses Grundstück wurde auf Kosten der Gemeinde nutzbar gemacht.

Sollen wirklich die Gemeindemitglieder jetzt auch noch die Kosten der pflegerischen Arbeiten dieses Grundstückes tragen?

Werden nicht schon zu viele private Bauplätze und Grundstücke vom Bauhof gemäht?

Wo bleibt denn da das uneigennützige Bereitstellen eines Grundstückes für die Kinder des Kindergartens?

Nach wiederholten Aussagen ist der Bauhof ständig überlastet und Geld haben wir auch keines in der Kasse. Wo kämen wir denn da hin, wenn jede Privatperson den Bauhof in Anspruch nehmen könnte.

Die Aussage eines Gemeinderates „Ich übernehme die Kosten“ macht es eigentlich nicht besser, solange der Bauhof dafür in Anspruch genommen werden soll! Es sei denn, es folgt eine Rechnung der Gemeinde Hardheim an diese Person, die von dieser dann beglichen wird und eventuell mit einer Spendenbescheinigung gekrönt werden könnte.

Momentan ist es ein Schlag ins Gesicht für alle ehrenamtlichen Privatpersonen und Firmeninhaber, die zum Beispiel bei der Spielplatzaktion ihre Freizeit opfern, um den Bauhof zu entlasten und der Gemeinde Geld zu sparen, währenddessen der erste Bürger des Ortes nicht mit gutem Beispiel vorangeht!

Hardheim hat genug „Baustellen“, die der Bauhof bewältigen muss und wo er eingesetzt werden könnte.