Hardheim

Hardheimer Fastnachtsumzug 2018 Farbenprächtiger Gaudiwurm mit vielen großartigen Fußgruppen und Motivwagen / Zahlreiche Gäste mischten die Zuschauer mit auf

Schneeflocken tanzten mit den Narren

Hardheim.Zugegeben: Das Wetter war nicht optimal. Aber die zahlreichen Fußgruppen und höchst originellen Motivwagen des Hardheimer Fastnachtsumzugs sorgten auch bei Temperaturen im niedrigen Plusbereich und zu Beginn sogar bei leichtem Schneefall am Sonntag für beste Stimmung im „närrischen Wolfsheim“. Hunderte bestens gelaunte Besucher in farbenfreudigen Kostümen ergänzten das bunte Treiben.

Wie eh und je marschierten gemeinsam mit den Fränkischen Herolden die „Wölfe“ mit nicht weniger als 15 Programmpunkten an der Spitze voraus. Sowohl die Bambini als auch die Kinderschautanzgruppe, die Wolfsgarde, der mit viel Phantasie gestaltete Motivwagen „Top Gun“, der Elferrat mit seiner Rakete und natürlich auch die „Herren mit Herz und Zylinder“ gaben sich die Ehre. Einfach alle waren dabei und zeigten, wie man die Fastnacht nach allen Regeln der Kunst feiert.

„Wir sind immer dabei“

Und dazu gehört natürlich auch Guggenmusik, die von der „Trommelgruppe Heescht“ kam. Schließlich kam die Fußgruppe der Kolpingsfamilie Hardheim, die mit ihren schwarz-gelben Kostümen allein schon durch ihre optische Präsenz für Frohsinn sorgte. Das Motto des Traditionsvereins lautete schlicht „Wir sind wie immer dabei“.

Auf die Walldürner „Herzlis Alis“-Gruppe folgten beachtliche sieben Programmnummern der FG „Stedemer Beesche“. Ihr Motivwagen griff die Frage „Ist der Wolf wirklich wieder da?“ auf, ehe die JU Königheim temperamentvoll an die legendären Comichelden „Asterix und Obelix“ erinnerte.

Die „Affenbande“ der FG „Fideler Aff“ Walldürn drehte ebenso munter an der Stimmungsschraube und auch die „Dürmer Klohns“ ließen sich nicht zweimal bitten.

Eine der größten Gruppen stammte heuer aus dem kleinen Ort Pülfringen: Bei den „Kabucklern“ schien sich gestern Nachmittag das ganze Dorf auf Hardheims Straßen aufzuhalten. Ihr Motivwagen „Vikings Bülfri“ wurde vom stilechten „Bülfemer Wikingervolk“ durch den Umzug begleitet.

Mit kräftigem „Ahoi“ heizten die „Erfelder Marder“ ein, ehe die „Lustigen Vögel“ aus Schweinberg nicht nur mit ihrem Motivwagen mit der „Schwomer Sau“ einmal mehr Zwischengas gaben. Auch die munteren Gardemädels, die Burgdämonen und der von Luk Murphy dirigierte Musikverein hatten den Weg nach Hardheim gefunden und hatten das Publikum voll unter Kontrolle.

Aber was war das? Ein Fall für die Feuerwehr und den anwesenden DRK-Ortsverein Hardheim? Mitnichten: Es war „nur“ die Freizeitjugend Walldürn, die mit ihrem Beitrag namens „Truck-Stop Dürn“ im wahrsten Sinne des Wortes „rauchend“ in Hardheim eintraf. Auf den munteren Tross der Tanzsportfreunde „Own Steps Hainstadt“ folgte das „Bischemer Krötenvolk“ (Tauberbischofsheim) mit Prinzengarde, Elferratswagen und dem Motto „von vorne, nach hinten, von links, nach rechts“. Selbstredend konnte kräftig mitgeschunkelt werden: Wann, wenn nicht jetzt?‘

Ebenfalls in absoluter Topform präsentierte sich die FG „Külsemer Brunneputzer“, deren „Äiwi voul!“ auch den Hardheimer Gaudiwurm aufmischte. Zu den Klängen der Musikkapelle tanzten sie eine Polonaise nach der anderen und erklärten, was es mit der „PAG-Schule“ auf sich hat, während der Elferrat die Kleinsten mit Bonbons verwöhnte. Ganz auf „volle Sicherheit“ war die Fußgruppe der Landjugend Steinbach eingestellt.

Party auf dem Schlossplatz

Dass „Höpfi“ eine Hochburg der Fastnacht ist, bewies mit satten 15 Programmpunkten die FGH 70 „Höpfemer Schnapsbrenner“, die mit kräftigem „Schnapsbrenner Helau“ zeigte, wo der Hammer hängt. Das Prinzenpaar, die Garden, der mit unverkrampfter Leichtigkeit die geplatzte „Jamaika“-Koalition aufs Korn nehmende Motivwagen, die „Stickerstars“ nebst Gundolf „Rotschi“ Nohe und „Air Berlin“ inklusive einer auf originelle Weise umfunktionierten älteren Mercedes C-Klasse sorgten für wahre Begeisterungsstürme.

Mit der Fußgruppe des Reit- und Fahrvereins Höpfingen und ihrer „bunten Meereswelt“, dem TV Walldürn mit seinen „Cars“ und der stattlichen Gilde der FG „Höhgöiker“ Glashofen sowie den „Karschdäider Housche“ näherte sich der Umzug zwar seinem Ende.

Doch dann begann die eigentliche Party erst auf dem Schlossplatz: Beim „Open-Air-Event“ mit Barbetrieb und kultigem Sound von DJ Tommy ließen es die jungen und junggebliebenen Narren nach dem Umzug bis zum Abend so richtig „krachen“.

Info: Weitere Bilder der FN im Internet unter www.fnweb.de