Hardheim

Pfarrer Hans Scheuermann seit 40 Jahren Priester Festgottesdienst und Feier in Höpfingen / Gelegenheit zum Dankesagen

Seelsorge stets als Berufung angesehen

Archivartikel

Der hohe Beliebtheitsgrad von Pfarrer Hans Scheuermann spiegelte sich im guten Besuch des Dankgottesdienstes zum 40-Jahr-Priesterjubiläum am Sonntag in Höpfingen wider.

Höpfingen. Zahlreiche Gläubige – auch aus früheren Wirkungsstätten – des Geistlichen nutzten die Gelegenheit, mit „ihrem“ Pfarrer dessen Festtag zu verbringen.

Nach feierlichem Einzug in die Pfarrkirche St. Ägidius begrüßte die Gemeinde ihren langjährigen Pfarrer und Kooperator mit dem lebhaften Lied „Eingeladen zum Fest des Glaubens“, ehe Pfarrer Andreas Rapp als Leiter der Seelsorgeeinheit Hardheim-Höpfingen im Madonnenland das Priesterjubiläum als „Anlass zum Dank“ definierte – zum Dank an Pfarrer Hans Scheuermann, der seinen Beruf als Berufung verstehe und ein gutes Drittel seiner Wirkungszeit in der Seelsorgeeinheit verbracht hat: 2004 kam er nach Höpfingen, nachdem er vorher in Pfaffenweiler und Boxberg als Seelsorger tätig gewesen war.

„Ich bin zutiefst dankbar“

Danach kam der Jubilar selbst zu Wort: „Christsein erstreckt sich über alle Konfessionen“, stellte er klar und dankte den zahlreichen Aktiven, dem Gemeindeteam sowie seinen Konzelebranten Dekan Gerhard Hauk, Pfarrer Dieter Heck, Pfarrer Michael Maas, Pfarrer Stefan Schaaf, Pfarrer Andreas Rapp und Diakon Franz Greulich. Voll Ergebenheit erinnerte er an sein bewegtes Berufsleben: „Ich bin zutiefst dankbar dafür, dereinst Gottes Ruf gefolgt zu sein“, resümierte Scheuermann.

Als Herzstück des vom Höpfinger Kirchenchor unter Leitung von Brigitte Scheuermann und der durch Mitglieder der früheren „Alive“-Formation ergänzten Band „Noventus“ musikalisch eindrucksvoll begleiteten Gottesdienstes fungierte die Predigt von Pfarrer Michael Maas. Er ging in mehreren Etappen auf Scheuermanns seinerzeitigen Wahlspruch „Bedenke, was du tust, ahme nach, was du siehst, und stelle dein Leben unter das Geheimnis des Kreuzes“ ein und erinnerte an den Lebensweg des Geistlichen.

Gesundes Gottvertrauen

Durch eine aus seiner Sicht nicht für junge Menschen geeignete Predigt motiviert, schrieb sich Hans Scheuermann beim Freiburger Priesterseminar ein. „Seither hat er viele und längst nicht nur junge Christen erreicht und vielleicht zu ähnlichen Gedankengängen bewegt, wie er sei selbst hegte“, betonte Maas.

Jedoch habe sich seit 1971 vieles verändert: „Keiner konnte damals erahnen, was die Zeit in Form von verschiedenen Wirkungsorten, Mitarbeiten und Kirchen mit sich bringen würde – auch nicht Hans Scheuermann.“ Maas verwies auf „gesundes Gottvertrauen“, in dem Scheuermann stets die Kraft gefunden habe, auch unsichere oder brenzlige Situationen zu meistern.

So müsse man auch in der heutigen, nicht ganz optimalen Situation von Kirche und Gesellschaft keine Angst vor der Zukunft haben, solange man auf Gott und seinen Rat baue. Sowohl bei der Berufswahl als auch in privaten Angelegenheiten, wie etwa dem Bekenntnis zur Ehe, gelte es, nie den Beistand des Herrn zu vergessen.

Nachfolge Jesu

In all den Jahren habe Pfarrer Hans Scheuermann gespürt, dass der priesterliche Dienst am Nächsten kein Honigschlecken sei, sondern eine oftmals anspruchsvolle Aufgabe: „Immerhin treten Geistliche die Nachfolge Jesu an“, erklärte Pfarrer Michael Maas und lud jeden dazu ein, sich ein Beispiel an Scheuermanns segensreichem Wirken zu nehmen.

Nach dem Lied „Nun danket alle Gott“ ergriff der Jubilar selbst das Wort und führte durch das Schlussgebet.

Der Auszug mündete in einen gemeinsamen Marsch zur Obst- und Festhalle, den die Musikkapellen aus Höpfingen und Waldstetten mit flotten Melodien untermalten.

In der Halle fand Stiftungsratsvorsitzender Horst Saling passende Worte zur Begrüßung. Nacheinander würdigten Pfarrgemeinderatsvorsitzender Manfred Weihbrecht, Ortsvorsteher Helmut Hartmann, Bundestagsabgeordneter Alois Gerig (CDU), Erwin Nentwich als Vertreter der Höpfinger und Waldstettener Vereine sowie die Abordnung der Schönstattbewegung den Geistlichen.

Für die würdevolle musikalische Ausgestaltung des Abends waren der Männerchor und der junge Chor „Vocalis“ mit Dirigent Gerhard Bönig sowie die beiden Musikkapellen zuständig. ad