Hardheim

Diamantene Hochzeit Irene und Rudolf Steigerwald gaben sich am 29. August 1958 das Ja-Wort / Dankgottesdienst am Samstag

Seit 60 Jahren auf dem gemeinsamen Lebensweg

Archivartikel

Hardheim.Nach 60-jährigem harmonischem Lebensweg können Rudolf Steigerwald und seine Frau Irene (geborene Sieber) heute das Fest ihrer diamantenen Hochzeit begehen. Feiern werden sie ihr Ehejubiläum am Samstag, 1. September, um 10.30 Uhr mit einem Dankgottesdienst mit Pfarrer Franz Lang in der „Heilig-Kreuz-Kapelle“ in Steinfurt, in der sie sich vor 60 Jahren das Ja-Wort gaben.

Rudolf Steigerwald ist der Sohn von Josef und Josefine Steigerwald aus Steinfurt. Er wurde am 10. Dezember 1934 als vierter von insgesamt acht Geschwistern geboren. Nach dem Schulbesuch absolvierte er zunächst eine Lehre in einer Bau - und Möbelschreinerei in Steinbach, ehe er im Mühlenbau in der Firma A.& A. Eirich in Hardheim beruflich tätig war. Im Januar 1955 wechselte er nach Mannheim und arbeitete dort in der Folgezeit und bis zum Eintritt in das Rentenalter im Jahr 1989 in der Schreinerei bei Daimler Benz.

Irene Steigerwald wurde am 1. Oktober 1934 in Gubschitz, Kreis Znaim/Südmähren, im Sudetenland geboren. Zu ihren besonderen Erinnerungen aus der Kinderzeit gehören Erlebnisse bei der Vertreibung, die für die Familie im Juni 1946 in Bretzingen endete. 1954 führte der Weg der Familie Sieber nach Hardheim in ein Eigenheim der Badischen Landsiedlung, und Tochter Irene fand bei der damals in der Zehntscheune (später in der Badischen Landsiedlung) untergebrachten Schneiderei Ballweg Arbeit.

Nach der Heirat blieb sie dort auch nach der Geburt des Sohnes Reinhold (1961) beschäftigt. 1963 zog die Familie nach Mannheim in eine Werkswohnung. Am neuen Wohnort beendete Irene Steigerwald ihre berufliche Tätigkeit und widmete sich der Erziehung des Nachwuchses. Als sich die Eheleute in Hardheim ein Eigenheim geschaffen hatten, führte sie ihr gemeinsamer Weg 1989 zurück in die Erftalgemeinde. Dorthin hatten sie auch aus Mannheim weiterhin familiäre und freundschaftliche Bande gepflegt.

Beide waren in den Gründerzeiten der KJG-Zeltlagers sowohl in der Küche als auch als „Versorger“ aktiv und fanden nach ihrer Rückkehr in Hardheim schnell wieder Anschluss in der „Er-und-Sie-Gruppe“ von Liesel Weimann, in der DRK-Wassergymnastik sowie in der DVMB-Bechterew-Gruppe in der Höpfinger Sporthalle.

Bei den Blutspendenaktionen waren beide ebenso engagiert und Rudolf Steigerwald brachte sich zudem in die Altkleidersammlungen des DRK ein. Neben Sport ist für Rudolf Steigerwald insbesondere das Werkeln mit Holz eine große Leidenschaft und beide haben Freude an der Gartenarbeit, soweit es die Gesundheit von Irene Steigerwald zulässt.

Stolz sein konnten die Eheleute auf ihren Sohn Reinhold, der nach dem Abitur in Mannheim seinen Grundwehrdienst in Hardheim leistete und nach einem erfolgreichen Ingenieurstudium mit seiner Familie mehr als 25 Jahre in den USA beruflich und familiär sesshaft wurde und zuletzt für IBM weltweit tätig war. Allerdings verstarb er 2016 an einer unheilbaren Krankheit und hinterließ Frau und Sohn. Enkel Eric, der als US-Amerikaner ein deutsches Abitur „baute“, studiert derzeit in Würzburg Biochemie und ist der Stolz seiner Großeltern.

Den zahlreichen Glückwünschen von Verwandten, Freunden und Bekannten zur diamantenen Hochzeit schließen sich die Fränkischen Nachrichten gerne an. Z