Hardheim

Wacholderheide und Magerrasenflächen Die Natur in den Naturschutzgebieten ist erwacht / Küchenschellen blühen wieder

Seltene Frühlingsblumen

Archivartikel

Hardheim.Am Sonntag wurde der vierte Fastensonntag – „Lätare“, vom lateinischen „laetare“ (freue dich) – begangen. Lätare ist mit vielen Frühlingsbräuchen und Frühlingsspielen verbunden die aus alten vorchristlichen, aber auch aus christlichen Naturvorstellungen herrühren.

Den beginnenden Frühling und die erwachende Natur können derzeit bei den frühlingshaften Temperaturen die Naturfreunde unter anderem in der der Wacholderheide zwischen Hardheim und Bretzingen, einem etwa 50 Hektar großen Naturschutzgebiet auf der Hardheimer Gemarkung feststellen und erleben. In dem Trockenrasenbiotop auf Muschelkalk blühen derzeit die ersten Kü(h)chenschellen, welche zu den Frühlingsblühern gehört.

Die Kü(h)chenschellen oder auch Kuhschelle gehört zu der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Zu dieser Pflanzenfamilie gehören rund 60 Gattungen, darunter so bekannte Arten wie Hahnenfuß, Akelei, Buschwindröschen und Leberblümchen. Außerdem ist bereits vereinzelt, aber nur für kurze Zeit, die wilde Weinbergtulpe (Tulipa sylvestis Link) zu sehen. Die Pflanze ist 20 bis 40 Zentimeter hoch, die Blüte besteht meist aus drei schmal lanzettlichen Blättern, welche ein bis zwei Zentimeter breit und vier bis sechs Zentimeter lang sind. Sie gehört zur Familie der Liliengewächse und wurde 1983 zur Blume des Jahres gewählt. Sie kommt in Weinbergen, Gebüschen und selten in feuchten Wäldern in Süddeutschland und Südeuropa vor. Sie ist streng geschützt.

Außerdem sind bereits die ersten Wiesen-Schlüsselblumen (Primula veris Link) zu sehen. Die Pflanze erreicht eine Höhe zwischen 10 und 20 Zentimeter und hat einen bauchigen, glockenförmigen Kelch mit eiförmigen Kelchzähnen. Die Krone ist dottergelb mit roten Schlundflecken und glockig vertieftem Saum. Wer die Blütenpracht bestaunen will muss sich allerdings beeilen. En