Hardheim

IG „Mühlenradweg Erftal“ Drei interessante Touren anlässlich des Deutschen Mühlentags durchgeführt

Spannende Erinnerungen von Zeitzeugen

Anlässlich des Deutschen Mühlentags erkundeten am Pfingstmontag zahlreiche Radfahrer die Mühlen im oberen und unteren Erftal.

Hardheim. Die IG „Mühlenradweg Erftal“ hat anlässlich des Deutschen Mühlentags am Pfingstmontag drei Radtouren im Erftal durchgeführt. Am Morgen startete eine Mountainbike-Tour am Schlossplatz in Richtung Miltenberg und eine Tour auf dem Erftal-Mühlen-Radweg nach Bürgstadt. Um die Mittagszeit führte eine dritte Tour ab dem Erfa-Park nach Ahorn.

Während die von Sascha Herwig geleitete Mountainbike-Tour zum Miltenberger Trail führte und auf fahrerisches Können ausgerichtet war, standen bei den anderen beiden Touren die Mühlen im Erftal im Mittelpunkt. So begann eine Tour ins untere Erftal, geführt von Hubert Trabold und Manfred Böhrer, bei der Mittelmühle in Hardheim. Diese war im Jahr 1880 von Gustav Eirich erworben worden, der dort ein Sägewerk errichtet und den Grundstein zur heutigen Maschinenfabrik Gustav Eirich gelegt hatte.

Insgesamt gab es von Hardheim bis Bürgstadt zwölf Mühlen beziehungsweise Standorte ehemaliger Mühlen zu entdecken, die heute durch Mühlsteine oder Denkmale in Erinnerung gebracht werden. An allen Mühlen oder in deren Nähe wurden kurze Stopps eingelegt. An den im badischem Teil aufgestellten Informationstafeln und anhand von weiterem Informationsmaterial zu den Mühlen im Erftal wurden die Texte von den Tour-Begleitern vor Ort verlesen.

Anekdoten erzählt

Auch bei der Tour ins obere Erftal, geführt von Franz Nachtnebel und Carola Heß, von Hardheim nach Ahorn, informierten sich die Teilnehmer an sieben Standorten der Informationstafeln, beginnend von der Gärtnersmühle in Hardheim bis zur Herberichsmühle bei Gerichtstetten, über die Mühlen im oberen Erftal. Nach einer kurzen Rast am bewirtschafteten Schwimmbad in Ahorn führte die Tour wieder entlang der Erfa zurück nach Hardheim. Beeindruckend während der Touren waren auch das Wissen und die Erzählungen mancher Teilnehmer als Zeitzeugen manches Ereignisses. So erinnerte sich der heute über 80-jährige Kurt Saffri noch gut an einen Brand in seiner Kindheit im Winter 1942 in der Steinemühle.

Trotz der durchwachsenen Witterung waren sich die Teilnehmer einig, dass es eine interessante Tour war, wobei das Interesse genauso den Mühlen galt, wie dem Spaß am Radeln. Während die meisten Teilnehmer aus Hardheim und der näheren Umgebung kamen, zog es auch einige Radler aus der weiteren Umgebung, beispielsweise aus Seckach, nach Hardheim. Der Tag endete mit einem gemeinsamen Abschluss im Biergarten der Brauereigaststätte Löffler in Hardheim.