Hardheim

Totgesagte leben länger

Ingrid Eirich-Schaab zum Bundeswehrstandort Hardheim

Totgesagte leben länger, sagt ein altes Sprichwort, und das trifft auch auf den Bundeswehrstandort Hardheim zu. Denn dieser hat Zukunft, wie sich abzeichnet.

Der Umstand, dass die Carl-Schurz-Kaserne in den Vorjahren für viele Millionen Euro von Grund auf saniert und gerade erst geschlossen worden war und somit sofort zur Verfügung stand, gereichte ihr und Hardheim schlussendlich zum Vorteil. Und so wurde sie als einzige Kaserne im Bundesgebiet nach der Bundeswehrstrukturreform nicht nur wieder eröffnet, sondern sieht auch großen Zeiten entgegen, wie sich andeutet. Erhebliche Investitionen sind offensichtlich hinter verschlossenen Türen bereits angedacht.

Die positive Entwicklung geht schneller voran als gedacht. Freute man sich vor etwas mehr als einem Jahr über die Wiedereröffnung der Kaserne, so werden aktuell schon große Zukunftsprojekte angegangen.

Es zeichnet sich ab, dass es sich um eine längerfristige Stationierung handelt. Bei der Indienststellung des Aufbaustabs der neuen Führungsunterstützungskompanie am 25. Oktober 2017 hatte der Kommandeur der Kommando Spezialkräfte, Brigadegeneral Alexander Sollfrank, noch von einer „Zwischenunterbringung gesprochen.“ Jetzt werden bereits Pläne für die Zeit nach 2023 in Hardheim geschmiedet. Sowohl militärisch als auch baulich. Offensichtlich stehen hohe Investitionen an. Man darf weiter gespannt sein.