Hardheim

Klaus Gärtner nutzte rege die Bürgerfrageviertelstunde Gemeinde erstellt Pflegekonzept

Viele Fragen zum Naturschutz

Archivartikel

Hardheim.Gleich zwei Sitzungen fanden am Montag in Hardheim statt. Zunächst tagte der Technische Ausschuss, danach der Gemeinderat. Zu Letzterem begrüßte Bürgermeister Rohm viele künftige Ratsmitglieder, die durch ihre Anwesenheit ihr Interesse am Gemeindegeschehen bekundeten. Für die „alten“ Gemeinderäte war es die letzte Sitzung mit förmlichem Ablauf in der bisherigen Zusammensetzung des Gremiums.

Klaus Gärtner nutzte als Natur- und Tierfreund die Bürgerfrageviertelstunde, um einige Punkte anzusprechen. Dabei ging es ihm um die zugesagte Gehölzbepflanzung als Rückzugsgebiet für Tiere entlang eines Weges und die schon wiederholt angesprochenen Mäharbeiten entlang von Feld- und vor allem Waldwegen rund um Hardheim, die er heftig kritisierte.

Diese Mäharbeiten seien erforderlich, weil Vorkehrungen zu treffen seien, damit die Waldwege auch von Erholungssuchenden genutzt werden können, erklärte Rohm. Den Wildkräutern würde das Abmähen nicht schaden.

Bauamtsleiterin Denise Reichert wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Verwaltung gerade dabei sei, in Zusammenarbeit mit dem Geo-Naturpark Flächen ausfindig zu machen, die naturbelassen bleiben können, ohne dass sie das Gemeindebild negativ beeinträchtigen. Das Ganze werde in einem Pflegekonzept zusammengefasst, das nach Fertigstellung der Öffentlichkeit vorgestellt werde.

Auch hinsichtlich des Fledermausvorkommens werde im Zusammenwirken mit Forschungsanstalten, dem Regierungspräsidium und einem Institut gerade ein Gesamtkonzept entwickelt, hieß es. Klaus Gärtner hatte vorgeschlagen, im alten Bierkeller beim Karl-Weber-Platz Fledermausbehausungen einzurichten. Die Tore stünden sowieso offen und der Keller werde bereits von Fledermäusen genutzt.

„Die Kritik aus Nassig über vermüllte Komposterde kann ich nachvollziehen“, erklärte Gärtner. Auch auf Hardheimer Gemarkung brächten Landwirte das Material auf ihren Äckern aus. Bei Sonnenschein schimmere und glitzere es auf den Feldern. Durch die Glasscherben bestünde allerdings auch eine gewisse Brandgefahr. Dass das Kompostwerk reagiert und Verbesserungen anstrebt, zeigte sich in der TA-Sitzung (siehe weiterer Bericht). „Diese Auswüchse von Fehlwürfen durch die Bevölkerung in der Biotonne sind ein großes Ärgernis“, pflichtete der Bürgermeister bei. i.E.