Hardheim

70. Geburtstag Joachim Egenberger feiert am Freitag / Fast 30 Jahre aktiver Spieler beim TV Hardheim / Ehrenpräsident der „Hordemer Wölf“

Viele Vereine profitierten von seinem Elan

Archivartikel

Hardheim.Seine erfolgreiche berufliche Tätigkeit als Bankkaufmann und die Vielfalt seiner Interessen haben Joachim Egenberger, der am morgigen Freitag 70 Jahre alt wird, zu hohem Ansehen und Wertschätzung in Hardheim und darüber hinaus verholfen.

Joachim Egenberger ist als Sohn von Alois und Hedwig Egenberger ein gebürtiger Hardheimer. Er begann 1965 nach dem Schulbesuch in der damaligen Verbandssparkasse Hardheim-Külsheim seine Ausbildung zum Bankkaufmann und machte alle Entwicklungen bis zur heutigen Sparkasse Tauberfranken mit. Für die Verbandssparkasse Hardheim-Külsheim baute er den Außendienst auf und erlebte so die Eröffnung der verschiedensten Zweigstellen mit.

Geschäftsstelle Höpfingen geleitet

Egenberger nahm an Lehrgängen und Fortbildungsmaßnahmen teil und war in Höpfingen Geschäftsstellenleiter. Dort absolvierte er drei Viertel seiner beruflichen Tätigkeit. Sein langjähriges berufliches Wirken in Höpfingen war ihm auch Anlass zur Mitgliedschaft in verschiedenen Vereinen.

Im Jahr 2008 hat für den Jubilar die passive Phase seiner Altersteilzeit begonnen. Jetzt genießt er es im Ruhestand, sich seinen Interessen zu widmen.

Besondere Aktivität bewies Joachim Egenberger im Hardheimer Vereinsleben. Schon in jungen Jahren begann er eine sportliche Karriere beim TV Hardheim und spielte ab der Schulzeit Fußball. Nahezu 30 Jahre lang war Egenberger aktiver Spieler. Er gehörte zum Beispiel der Mannschaft des TV Hardheim an, die 1973 die Meisterschaft holte und den Aufstieg in die A-Klasse schaffte. Später wurde Egenberger Vorsitzender im Fußball-Fanclub.

Im TV Hardheim bekleidete Joachim Egenberger längere Zeit den Posten des Hauptkassiers und leitete überdies vier Jahre lang als Gesamtvorsitzender die Geschicke des TV. Zu seinem Wirken im TV gehörte auch immer wieder einmal ein offenes Wort, wie er betont. Jederzeit war er um klare Entscheidungen bemüht. Die gebührende Anerkennung stellte seine Ernennung zum Ehrenmitglied dar.

Im Tennisclub war Egenberger Geschäftsführer und Sportwart. Zudem zeigte er Einsatzbereitschaft beim Bau des TC-Sportheims bei der Wohlfahrtsmühle.

Joachim Egenbergers besonders erfolgreiche Karriere in der FG „Hordemer Wölf“ begann schon in jungen Jahren, als er begeisterter Mitarbeiter beim Wagenbau und dankbar eingesetzter Akkordeonspieler war.

Offiziell als Mitglied geführt ist er bei der FG seit 1968 und damit seit 50 Jahren. Die FG profitierte von seiner Begeisterung, seinem jugendlichen Schwung, von seinen musikalischen Talenten und seiner tollen Fähigkeit zur Gestaltung fastnachtlicher Beiträge. Dazu kam seine Bereitschaft zur Übernahme verschiedener Funktionen. Zunächst war er von 1973 bis 1979 Vizepräsident der „Hordemer Wölf“. Von 1985 bis 2003 war er Präsident – in der Nachfolge des unvergessenen Richard Fuchs.

Er bereitete die Programme der Prunksitzungen vor und leitete immer souverän, mit Bravour, Schlagfertigkeit und Witz durch die närrischen Abende. Zudem leitete er von 1990 bis 1999 die Geschicke der FG als deren Vorsitzender. Gleich dreimal verkörperte er die Rolle des stattlichen Ritters Wolf von Hardheim.

Egenbergers Hauptaugenmerk galt der Brauchtumspflege und der Jugendarbeit. Auch die Auftaktveranstaltungen in anderen Fastnachtsgesellschaften ließ er zu Erfolgen werden. Nicht zuletzt wurde während seiner Regentschaft das jährliche Narrentreffen zum Anziehungspunkt für Hardheim und die gesamte Umgebung. Unter seiner Ägide feierten die „Hordemer Wölf“ ihre gelungene Jubiläumsveranstaltung zum 44-jährigen Bestehen.

Musikalisches Talent

Mit Talent gestaltete Egenberger in langen Jahren begeistert aufgenommene Beiträge in den Prunksitzungen, wobei er auch zusammen mit „Sepp Hans“ als Musikduo „Elvetritsche“ auftrat. Weiter feierte er mit Willibald Mohr und Rudi Malcher Erfolge. Besonders stolz ist Joachim Egenberger schließlich darauf, dass er in insgesamt 22 Jahren die BBO-Fastnacht als Präsident leitete und damit praktische Hilfe bei dieser närrischen Veranstaltung leistete.

In den letzten Jahren tritt er in der Prunksitzung der „Hordemer Wölf“ immer noch als souveräner Büttenredner und cooler Betrachter der örtlichen Geschehnisse auf. Dabei zeigt sich sein reges Interesse am kommunalen Leben.

So ist es kein Wunder, dass die FG ihren Frontmann in Anerkennung seiner Führungsarbeit und seiner närrischen Qualitäten zum Ehrenpräsidenten ernannte und er neben verschiedenen vereinsinternen örtlichen Ehrungen mit dem Verdienstorden des Bunds Deutscher Karneval bedacht wurde. Die Gemeinde Hardheim bedankte sich bei Joachim Egenberger für sein verdienstvolles und über TV und FG hinausgehendes Wirken mit der Bürgermedaille in Bronze, außerdem erhielt er die Landesehrennadel.

Neben dem Vereinsengagement pflegt Egenberger Freundschaften und seine Hobbys Musik, Wandern, Kochen, Lesen und Kartenspiel.

Seiner Familie mit seiner Frau Irma und seinen beiden Töchtern misst er große Bedeutung bei.

Die FN schließen sich den Gratulanten zum morgigen 70. Geburtstag gern an. Z