Hardheim

Kommunalparlament tagte in Höpfingen Verlegung von Glasfaserkabeln für schnellstes Internet „frei Haus“ Thema / Ausgleichsmaßnahmen für „Heidlein II“

Vorarbeiten für neues Baugelände beschäftigten erneut den Gemeinderat

Archivartikel

Höpfingen.Nach dem Vor-Ort-Termin im Schulhaus und der Bauausschusssitzung, in der einige Baugesuche abgehandelt wurden, begrüßte Bürgermeister Hauck den Höpfinger Gemeinderat zur eigentlichen Sitzung im Sitzungssaal.

Auf der Agenda stand zunächst der für den Bebauungsplan „Heidlein II“ zwischen der Gemeindeverwaltung und dem durch das Landratsamt vertretenen Land Baden-Württemberg abzuschließende öffentlich-rechtliche Vertrag wegen durchzuführender Ausgleichsmaßnahmen. Wie Bürgermeister Hauck erläuterte, sieht das Konstrukt Bodenausgleichsmaßnahmen in den Gewannen „Meders Wiesen“, „Dürre Rainwiesen“ und „Lichtwiesen“, die extensiv über Schafbeweidung erfolgende Bewirtschaftung der Zwetschgenanlage (Gewann „Stücklesberg“), die Ausweisung der seit geraumer Zeit unbewirtschafteten Waldflächen im Distrikt „Anwande/Bulach“ bei Waldstetten als Waldrefugien „Hexenwald“ und „Ehemaliger Mittelwald“ und Blühstreifen in Waldstetten (Triebweg) sowie Höpfingen („An den Rübenäckern“) vor. Einstimmig sprach sich das Gremium für den Abschluss des Vertrags aus.

Kein Abwasser-Trennsystem

Gleichsam wurde der Bebauungsplan „Heidlein II“ in der Fassung vom 10. September im Einklang mit Baugesetzbuch und Gemeindeordnung als Satzung beschlossen. Vor dem Beschluss fragte Gemeinderat Stefan Michel, weshalb die Abwasserbeseitigung als Mischgebiet und nicht als Trennsystem ausgewiesen werde. Bürgermeister Hauck antwortete, dass der geringe Bedarf an Erneuerungen gestatte, viele bestehende Kanäle mitzunutzen. „Allerdings ist für das spätere Baugebiet ‚Heidlein III’ aufgrund der Löschwasserproblematik eine Trennung vorgesehen“, fügte er an.

Für das Mischgebiet sprach sich auch Gemeinderat Helmut Häfner aus, der an den hohen Kostenfaktor erinnerte. „Getrennte Systeme machen in diesem Plan keinen Sinn, zumal der Mischwasserkanal bei den ersten Planungen vor rund 20 Jahren noch Stand der Technik war“, merkte Hauck an.

Zügig verlief auch die Entscheidung über die Vergabe von Ingenieursleistungen zur Erstellung eines FTTB-Masterplans. Ziel und Zweck dessen ist die Verlegung von Glasfaserkabeln für schnellstes Internet „frei Haus“. Wie Bürgermeister Hauck informierte, werden Ausbausummen bis zu 50 000 Euro durch den Bund gedeckt. Das Angebot der Firma IK-T GmbH (Regensburg) belaufe sich auf komplett übernommene 27 272 Euro.

„Diese Investition ist zwingend nötig, auch um zukünftig an Fördermittel zu gelangen“, schilderte der Bürgermeister, während Thomas Greulich sich nach mit der Förderung verpflichtend zusammenhängenden späteren Zusatzmaßnahmen erkundigte. Hauck verneinte die Frage mit dem Hinweis, dass „jedes Haus mit Glasfaserkabeln angefahren wird“. Man müsse sich nur fragen, ob auch etwa nur phasenweise genutzte Waldhütten dazu genommen werden.

Auf die Frage von Ortsvorsteher Helmut Hartmann gab das Gemeindeoberhaupt bekannt, dass der Umbau flächendeckend geschehe und somit auch Waldstetten umfasse. Zwar verwies Hartmann auf bisher fehlende Unterlagen, doch sicherte Hauck zu, dass die Firma IK-T auch auf Telekom-Daten zurückgreifen könne. Das Gremium nahm das Angebot einstimmig an. ad