Hardheim

Seelsorgeeinheit feierte Pfingsten Vorfreude auf Kirchenjubiläum

„Wenn der Geist nicht baut, baut das Geld vergebens“

Hardheim.Am Wochenende wurde landauf landab und so auch in der Seelsorgeeinheit Hardheim-Höpfingen das Pfingstfest gefeiert, welches ursprünglich das jüdisches „Wochenfest“ (Schavuot) war. Die Bedeutung verschob sich später, weil die christliche Gemeinde begann, Pfingsten als Geburtstag der Kirche zu feiern.

Nach der Apostelgeschichte ist Pfingsten der Tag, an dem die Jünger Jesu vom Heiligen Geist „erhellt“ wurden. In seiner Predigt ging der Leiter der Seelsorgeeinheit, Pfarrer Andreas Rapp, darauf ein, dass die Kirche im vergangenen Jahr den Pfingstmontag zum Gedenktag: Maria, Mutter der Kirche erklärt hat und damit auf die Bedeutung Mariens bei diesem Fest hinweist.

Nicht umsonst erwähnt die Apostelgeschichte, dass Maria inmitten der Jünger war, als sie sich auf das Pfingstfest vorbereiteten. Sie hat mit ihnen gebetet, in ihrem Umkreis konnten sie sich dafür öffnen, dass Gottes Geist sie ganz durchdringen konnte.

Pfarrer Rapp zitierte Papst Benedikt anlässlich der 1000-Jahr-Feier des Mainzer Doms: „Der Geist baut Steine, nicht umgekehrt, der Geist ist nicht durch Geld oder Geschichte zu ersetzen. Wo der Geist nicht baut, werden die Steine stumm. Wo der Geist nicht mehr lebendig ist, nicht wirkt und waltet, werden die Kirchen entweder leer oder zu Museen, zu Gedenkstätten der Vergangenheit, deren Schönheit traurig macht, weil sie tot ist. Unsere Geschichte und unsere finanziellen Möglichkeiten retten uns nicht. Beides kann zum Schutt werden, in dem wir ersticken. Wenn der Geist nicht baut, baut das Geld vergebens. Nur der Glaube kann die Kirche lebendig erhalten.“

Mit diesem Zitat leitete Pfarrer Rapp über zur 125-Jahr-Feier des Erftaldoms, welches die Seelsorgeeinheit als Feuerwehr- und Pfarrfest vom 22. bis 24. Juni auf dem Schlossplatz feiert.

„125 Jahre lang haben Menschen aus der Gemeinde diesem Gotteshaus Leben gegeben, Menschen, die hier zusammen die Eucharistie gefeiert haben, ihre Anliegen in diese Kirche getragen, die hier in ihrem Glauben wuchsen und so den Glauben weitergegeben“, führte Pfarrer Rapp weiter aus.

Für ihn sei es faszinierend, dass beim Bau des Erftaldoms nicht nur die Hardheimer mitgewirkt haben, sondern auch die Menschen aus den Ortsteilen und aus Höpfingen. „Nur durch diese gemeinschaftliche Arbeit konnte der Erftaldom in seinen Dimensionen entstehen, wodurch auch etwas vom pfingstlichen Geist zum Ausdruck kommt. Denn der Heilige Geist sprengt Grenzen und führt Menschen aus verschiedenen Orten zusammen, wie es in der Apostelgeschichte geschrieben steht.“

Auch bei der Renovierung des Erftaldoms in den Jahren 1980 bis 1994, vor 25 Jahren, verhielt es sich ähnlich wie beim Bau. Damals hatten sich viele Firmen und freiwillige Helfer eingesetzt und hatten mitgeholfen, dass alles gelungen ist.

Und auch in der heutigen Zeit und anlässlich der heutigen Probleme in der Seelsorgeeinheit sei es möglich, mit kleinen Schritten, die jeder einzelne tun könne, etwas Großes und Ganzes zu schaffen. Jeder könne seinen Beitrag leisten, könne an der Erneuerung der heutigen Seelsorgeeinheit mitarbeiten. Die Eröffnung des Feuerwehr- und Pfarrfestes unter dem Motto „Wofür das Herz brennt“ findet am 22. Juni um 17.30 Uhr mit dem traditionellen Bieranstich auf dem Schlossplatz statt.

Am Sonntag beginnt um 10.30 Uhr der Festgottesdienst „125 Jahre Erftaldom“ und ab 11.30 Uhr beginnt die Bewirtung auf dem Schlossplatz. Am Montag beginnt ab 11.30 Uhr die Bewirtung auf dem Schlossplatz und um 14 Uhr findet ein Seniorennachmittag statt. En