Hardheim

Nachbarschaftshilfeverein Hardheim und Umgebung Jahreshauptversammlung / 32 Helfer aktuell im Einsatz / Veränderungen im Vorstand / 2541 Einsatzstunden

Wertvolle und wichtige Hilfe von Haus zu Haus

Archivartikel

Hardheim.„Hilfe von Haus zu Haus“ ist das Motto der Nachbarschaftshilfe Hardheim und Umgebung, die am Dienstag in der Gaststätte „Löffler“ ihre Jahreshauptversammlung abhielt.

Bürgermeister Volker Rohm als Vorsitzender verband die Begrüßung mit dem Dank an Einsatzleiterin Christel Erbacher und Stellvertreterin Yvonne Wolfmüller, die „Bürodamen“ Gertrud Henn und Claudia Fieger-Molzer, Schriftführer und Organisator Karl Kohout sowie alle Helfer. „Der Einsatz erfordert neben Herzblut aber auch Abschiede, da mancher Klient durch akute Pflegebedürftigkeit oder den Tod sein Heim verlassen muss“, gab Rohm zu bedenken und erinnerte an diverse Aktivitäten.

Über diese informierte Einsatzleiterin Christel Erbacher vertiefend. So wurde eine weitere Auflage des Kurses „Häusliche Betreuung in der Altenhilfe“ mit 20 Teilnehmern erfolgreich beendet. Sie brachte weitere Helferinnen „an Bord“. Insgesamt verfüge man derzeit über 32 Helfer bei ebenso vielen Klienten. „Diese melden sich telefonisch bei der Einsatzleitung, die dann nach einem Erstbesuch die entsprechende Helferin auswählt und zum ersten Einsatz begleitet“, schilderte Erbacher den Weg. Die Einsätze finden in Hardheim und Umgebung statt. Anfragen aus der weiteren Umgebung können nur bei ausreichender Anzahl freier Helfer bearbeitet werden.

Gewachsen sei der Bedarf an begleiteten Arztfahrten etwa nach Würzburg. Dass man weiterhin über die Anerkennung des Landratsamts auf „Betreuung, Unterstützung und Entlastung im Alltag für pflegebedürftige Menschen“ verfüge, ermögliche in Pflegegrade eingestuften Klienten den Einsatz der Betreuungs-und Entlastungsleistung der Pflegekasse über 125 Euro. „Diese Anerkennung erfordert jedoch fortlaufende Schulungen der Helfer“, gab Erbacher zu bedenken und sprach von einem Grundkurs mit 45 Unterrichtsseinheiten sowie 16 weiteren Unterrichtseinheiten zur Alltagsgestaltung.

Weiterhin wird das Fachwissen der Helfer an regelmäßigen Helfertreffen aufgefrischt. Den geselligen Teil deckte der Ausflug ins Kloster Bronnbach ab. In Sachen „Öffentlichkeitsarbeit“ präsentierte sich der Verein zweimal in Gerichtstetten. Nach dem Dank an alle Helfer gab die Einsatzleiterin bekannt, dass im Oktober ein weiterer Kurs zur „häuslichen Betreuung in der Altenhilfe“ beginnt.

Viel Lob für die Helfer

Volker Rohm lobte die Umtriebigkeit der Helfer sowie das herausragende Engagement von Christel Erbacher, ehe er zum Kassenbericht von Kassierin Claudia Fieger-Molzer und Gertrud Henn überleitete.

Nachdem Claudia Fieger-Molzer die Zahlen bekanntgegeben hatte, informierte Gertrud Henn über die Statistik: „Wir haben aktuell 118 Mitglieder und blicken auf 2541 Einsatzstellen zurück“, betonte sie. Die saubere Buchführung wurde von den Kassenprüferinnen Andrea Stancl und Simone Richter nachgewiesen.

Als reine Formsache verstand sich die Entlastung des Vorstandes. Hier nutzte Volker Noe vom Ehrenamtszentrum des Neckar-Odenwald-Kreises die Gelegenheit für eine weitere Ermutigung: „Machen Sie weiter so“, empfahl er der Nachbarschaftshilfe und würdigte ihr „absolut wertvolles Schaffen von Menschen für Menschen“.

Keine Hürde waren sodann trotz personeller Veränderungen die Neuwahlen. Bestätigt wurden die Bürgermeister Volker Rohm (Vorsitzender) und Adalbert Hauck als Stellvertreter sowie Kassiererin Claudia Fieger-Molzer. Die Nachfolge von Schriftführer Karl Kohout trat Lore Fitz an. Als Kassenprüferin wurde Sabine Stancl gewählt, während Simone Richter nicht mehr zur Wahl stand.

Als Beisitzer fungieren Saskia Dargatz, Dieter Elbert, Hildegard Grimm-Gotthardt und Christa Wörner. Neu ins Gremium stieß Gertrud Henn, die auf Brigitte Liebler folgte. Mit Präsenten bedankte sich Volker Rohm bei Karl Kohout und Brigitte Liebler für die akkurat und gewissenhaft ausgeübte Vorstandstätigkeit.

Kompakt informierte Einsatzleiterin Christel Erbacher über die Zielsetzungen im laufenden Jahr, ehe der mit dem Thema gut vertraute Hauptamtsleiter Lothar Beger eine Unterweisung in die „Irrungen und Wirrungen“ des Datenschutzes erteilte.

In eigener Sache hielt Volker Rohm fest, dass die Nachbarschafthilfe als „wertvolle Unterstützung zur selbstbestimmten Lebensführung in den eigenen vier Wänden“ anzusehen sei. Adalbert Hauck gratulierte allen Neugewählten und bilanzierte, dass die Neugründung des Vereins im März 2017 „eine absolute Notwendigkeit“ gewesen sei. Mit Informationen zum geplanten Pflegestützpunkt Buchen wurde zum Abendessen übergeleitet. ad