Hardheim

Musikkapelle Bretzingen zog Bilanz Ehrung langjähriger aktiver Mitglieder / 30 Termine im Jahr / Es ist wieder ein Konzert geplant

Wichtiger Kulturträger im oberen Erftalraum

Bretzingen/Gerichtstetten.Seit die Musikkapelle Bretzingen die Mitglieder des 2012 aufgelösten Musikvereins Gerichtstetten übernommen hat, ist das Ensemble in beiden Hardheimer Ortsteilen eindrucksvoll vertreten. So fand die Generalversammlung am Samstag im Gerichtstettener Gasthaus „Zum Ochsen“ statt.

Vorsitzender Gerald Farrenkopf führte gut gelaunt durch den Abend und erstattete nach der Begrüßung den Tätigkeitsbericht des Vorstandes. Rückblickend bezeichnete er 2017 als ein „nach dem ereignisreichen Jubiläumsjahr 2016 normal verlaufenes Jahr“, in dem man es etwas gemütlicher hatte angehen lassen. Als Höhepunkte bezeichnete Farrenkopf den zweitägigen Ausflug nach Lenzkirch-Kappel mit Bootsfahrt auf dem Schluchsee und Besichtigung der Rothaus-Brauerei, den Werbeabend, das Maifest und die Auftritte am Bockbierfest sowie zu zahlreichen kirchlichen Anlässen.

Aktuell besteht der Klangkörper aus 42 aktiven Musikern. Das Durchschnittsalter liegt bei 34 Jahren- Zwölf Aktive sind jünger als 18 Jahre.

Als eifrigste Probenbesucher erwiesen sich Alban Farrenkopf (92 Prozent), Wolfgang Haberkorn (80 Prozent) sowie Norbert Fitz und Günter Schuh (beide 80 Prozent).

Auch steht die nächste Generation in den Startlöchern: Derzeit werden fünf Jungmusiker ausgebildet. „Das sichert uns mittelfristig den Fortbestand“, betonte Gerald Farrenkopf und ermutigte zum regelmäßigen Besuch der Proben sowie zur Abmeldung im Verhinderungsfall. Mit dem Hinweis auf die beeindruckende Kameradschaft in der Kapelle dankte er allen Aktiven und „seinem“ Vorstandsteam für die unkomplizierte, harmonische Zusammenarbeit.

Vertiefend fasste Schriftführerin Alexandra Hock die Aktivitäten zusammen und erinnerte zusätzlich etwa an das Weihnachtsliederspielen am Hardheimer Krankenhaus, die Umrahmung von Märkten, der Gedenkfeier zum Volkstrauertag in Hardheim und der Erfelder Fronleichnamsprozession. Auf die 30 Auftritte bereitete man sich in 30 Proben vor. Die Homepage wird durch Bernd Geiger betreut.

In ihrem kompakten Bericht vermeldete Dirigentin Melanie Ehrenfried (Gerichtstetten) erfreut, dass mehr als die Hälfte der Musiker fortlaufend zur Probe erscheine: „Jeder Einzelne ist wichtig“, erklärte sie.

Wohl gestalte sich das Einstudieren moderner Literatur langsamer als zunächst gedacht, doch plane man in näherer Zukunft wieder ein Konzert.

Anschließend ging Jugendvertreter Michael Reichert auf die Fortschritte der Nachwuchsmusiker Lorenz Bundschuh, Kira Busch, Tobias Grein, Julian Kirchgeßner und Fabian Papp ein. Mit dem Hinweis auf bereits bestehende Anfragen zu weiteren Ausbildungsgängen und Vorabinformationen zum unbedingt erhaltenswerten „Tag der Jugendblasmusik“ rundete er seinen Bericht ab.

Kassierer Jörg Nitsch informierte über die finanziellen Verhältnisse, ehe die Kassenprüfer Kira Leimbach und Bernd Geiger ihm gewissenhafte Buchführung bescheinigten. Die Kassenprüfer wurden anschließend erneut bestimmt.

Schließlich stand die Ehrung verdienter Mitglieder auf der Tagesordnung: Auf Vereinsebene gab es die bronzene Vereinsehrennadel für Kira Leimbach (Saxophon/Ausbilderin) für zehnjährige aktive Tätigkeit. Die silberne Ehrennadel erhielt Jochen Löhr (Trompete), der seit 20 Jahren aktiv dabei ist und als Beisitzer und Notenwart sowie Fachmann für Öffentlichkeitsarbeit dem Vorstand angehört. Für den Blasmusikverband Tauber-Odenwald-Bauland ehrte Präsident Herbert Münkel drei echte Urgesteine der Musikkapelle Bretzingen: Seit 25 Jahren gehört Florian Schuh dem Ensemble an und erhielt die Ehrennadel in Silber, während Gerhard Schmiedl und Gerald Farrenkopf für 40 Jahre geehrt wurden. Der 2016 zum Ehrenmitglied ernannte Schmiedl setzte unter anderem als Dirigent von 1980 bis 2000 musikalische Akzente, während Farrenkopf dem Vorstand seit 1992 angehört und 2011 das Amt des Vorsitzenden übernahm, das er seitdem mit Elan und Sachverstand ausübt. ad