Hardheim

Erftalgemeinde Hardheim In den vergangenen Jahrzehnten hat sich speziell im nördlichen Bereich einiges getan

Zeugnis für die imposante bauliche Entwicklung

Archivartikel

Hardheim.Zwischen den beiden Aufnahmen Hardheims (siehe oben) liegen mehr als 40 Jahre – ebenso sind sie ein Zeugnis für die imposante bauliche Entwicklung, welche die Erftalgemeinde in den vergangenen Jahrzehnten speziell im nördlichen Bereich genommen hat.

Was Anfang der 70er-Jahre noch „Zukunftsmusik“ war, ist auf dem aktuellen Bild gut zu erkennen: Mit der Erschließung und dem Bau des Neubaugebiets „Klingenweg-Breitenstein“ wurde 1988/89 begonnen.

Bereits seit geraumer Zeit hatte man sich seinerzeit mit dem Thema beschäftigt, Hardheim weiterzuentwickeln und Wohnanlagen außerhalb des Ortskerns zu errichten, um Herr über die bestehende Wohnungsnot werden zu können.

Das aus Wiesen- und Ackerland bestehende Gebiet um die Querspange erwies sich frühzeitig als Favorit. Drei bereits bestehende Straßen (Lessingstraße, Herderstraße, Wielandstraße) wurden nach oben hin erweitert und der Klingenweg ausgebaut; die Immanuel-Kant-Straße wurde unterhalb der Querspange neu angelegt.

Inmitten der Vorbereitungen zeichnete sich anfangs noch nicht abschätzbare politische Wende in Europa mit ihren Auswirkungen ab, wodurch der Bebauungsplan 1989 verändert wurde: Von Bund und Land über das Wohnbauprogramm gefördert, wurde sozialer Wohnungsbau verfolgt, um den zu erwartenden neuen Mitbürgern rasch den benötigten Wohnraum bereitzustellen.

Die neuen Wohneinheiten trugen in der Tat zur Lockerung der bislang angespannten Verhältnisse auf dem Hardheimer Wohnungsmarkt bei – so waren 1991 bereits 60 von insgesamt 350 geplanten Wohneinheiten geschaffen worden. Bis 1994/95 wurden Neubauten errichtet. Oberhalb der Querspange startete kurz nach der Jahrtausendwende eine zusätzliche Bebauung mit Ein- und Zweifamilienhäusern.

Im Gegenzug erfuhr das Hardheimer Ortsbild im August 2011 einen markanten Einschnitt, als mit dem Anwesen „Eichendorffstraße 38“ eines der beiden 1967 baugleich erbauten, in der Mitte der historischen Hardheimer Teilansicht zu sehenden Hochhäuser abgerissen wurde: Das verbleibende Hochhaus „Eichendorffstraße 40“ ist auf dem aktuellen Bild gut zu erkennen.

Die von Horst Bernhard freigegebene Aufnahme erschien seinerzeit als Ansichtskarte. Zeitlich lässt sie sich auf die Jahre 1972 bis 1975 eingrenzen; eine der beiden im Volksmund als „Bermayer-Hochhäuser“ bekannten Wohnanlagen (Uhlandstraße 11) befand sich noch im Rohbauzustand.