Heilbronn

Handwerksammer Heilbronn-Franken 166 junge Handwerker erhielten bei Freisprechungsfeier ihren Meisterbrief

Betriebsnachfolge wird zum Problem

Heilbronn.Der Meisterbrief ist nicht irgendeine Auszeichnung. Er ist das Gütesiegel für „made in Germany“ und eröffnet im Handwerk ungeahnte Karrieremöglichkeiten. Der Präsident der Handwerkskammer Heilbronn-Franken, Ulrich Bopp, richtete bei der Meisterfreisprechungsfeier 2019 in der Heilbronner Harmonie einmal mehr einen flammenden Appell an die Versammelten, alles dafür zu tun, damit in Zukunft mehr junge Menschen einen Handwerkberuf anstreben. Das Handwerk stehe für Mut, Stärke und den Glauben an die eigene Zukunft und die des Meisterhandwerks.

Fachkräftemangel

Neben dem Fachkräftemangel sieht der Kammerpräsident die immer deutlicher werdenden Probleme bei der Regelung der Betriebsnachfolge als die größte Herausforderung der Zukunft im Handwerk. Bis zum Jahr 2020 werden bundesweit für rund 180 000 Handwerksbetriebe Nachfolger gesucht. Darauf will die Kammer bei ihrem Auftritt während der Bundesgartenschau in Heilbronn ab dem kommenden Mittwoch besonders aufmerksam machen.

Den Handwerksbetrieb sieht Bopp als den zentralen Ort für Ausbildung, und der Meisterbrief in seiner jetzigen Form dürfe nicht angetastet werden.

Die Vergangenheit habe gezeigt, dass gerade in den Berufen, in denen die Meisterpflicht abgeschafft wurde, erhebliche Qualitätsprobleme zutage treten.

In der Freisprechungsfeier in der Heilbronner Festhalle Harmonie überreichte Präsident Bopp an 166 frischexaminierte Prüflinge den Meisterbrief.

Als Jahrgangsbester wurde Michael Glattbach aus Ballenberg für seinen Abschluss als Feinwerkmechaniker mit dem Meisterpreis ausgezeichnet. Den Scheck über 2500 Euro überreichten der Kammerpräsident und der Gebietsdirektor der Signal-Iduna, Herbert Sowa. Der ausgezeichnete Jungmeister arbeitet bei der Firma Ziehl-Abegg in Künzelsau.

Beste Jungmeisterin wurde Sabrina Gundacker aus Bad Mergentheim. Sie erhielt den Frauenförderpreis der IKK classic über 1000 Euro, den die Regionalgeschäftsführerin Silvia Braun zusammen mit Ulrich Bopp überreichte. Die ausgezeichnete Feinwerkmechanikermeisterin ist bei ebm-papst in Mulfingen beschäftigt.

Aus dem Main-Tauber-Kreis bestanden folgende Personen die Meisterprüfung: Sebastian-Joachim Rauchfuß, Lauda-Königshofen (Elektronikerhandwerk), Sabrina Gundacker, Bad Mergentheim, Fabian Lück, Weikersheim, Eugen Maier, Standorf, Thaddäus Sejdak, Tauberbischofsheim (alle Feinwerkmechanikerhandwerk), Sebastian Benz, Creglingen, (Metallbauerhandwerk).

Neckar-Odenwald-Kreis

Aus dem Neckar-Odenwald-Kreis kommen folgenden Jungmeister: Markus Hans Bonfig, Osterburken und Hagen Grosche, Ravenstein (Elektronikerhandwerk), Michael Glattbach, Ballenberg (Feinwerkmechanikerhandwerk), Jens-Kevin Wolpert, Krautheim, (Installateur- und Heizungsbauhandwerk), Christoph Horn, Hardheim, Michael Rothaug, Walldürn, (beide Metallbauhandwerk), Fabian-Zorlu Akca, Mosbach und Ismail Toktas, Mosbach, (beide Stuckateurhandwerk).