Höpfingen

Gemeinderat Höpfingen Straßen werden nach den Ehrenbürgern Karl Fürst und Kosmas Hauck benannt / Über Parkplatzsituation diskutiert

„Angebot wird dem Bedarf gerecht“

Archivartikel

Im Baugebiet „Heidlein II“ sollen zwei Straßen nach den Ehrenbürgern Karl Fürst und Kosmas Hauck benannt werden, entschied der Höpfinger Gemeinderat am Montag.

Höpfingen. An die Höpfinger Ehrenbürger Karl Fürst (1925-2006) und Kosmas Hauck (1929-2016) werden in Zukunft nach ihnen benannte Straßen im geplanten Baugebiet „Heidlein II“ erinnern. Das beschloss der Gemeinderat Höpfingen in seiner Sitzung am Montag.

Gleich der erste Punkt der Tagesordnung behandelte die Straßenbenennung im „Heidlein II“, in dem die neu entstehende Stichstraße, welche die Straße „Im Heidlein“ mit dem neuen Baugebiet verbinden wird. Abgehend von der Bürgermeister-Schell-Straße wird eine weitere Straße zum neu geplanten Mischgebiet (Schafweg) führen. „Speziell aus planungs- und vermessungstechnischer Sicht sowie die künftige Raumordnung wäre bereits in der Frühphase ein Beschluss zu fassen“, bemerkte Bürgermeister Adalbert Hauck.

Er erinnerte an Gespräche in früheren nicht-öffentlichen Sitzungen, in denen sich die Ratsmitglieder im Einklang an die bisherige Namensgebung der Straßen im „Heidlein“ für eine Berücksichtigung der bisher noch nicht in Straßennamen „verewigten“ Ehrenbürger Karl Fürst und Kosmas Hauck aussprachen. So fasste das Gremium den einstimmigen Beschluss, die neue, nach links von der Straße „Im Heidlein“ in das geplante Wohngebiet führende Stichstraße „Kosmas-Hauck-Weg“ zu nennen. Die rechts von der Bürgermeister-Schell-Straße in das Mischgebiet „Schafweg“ abgehende Straße wird dahingehend „Karl-Fürst-Weg“ heißen. In der Rubrik „Verschiedenes“ meldete sich Gemeinderat Paul Hauk zu Wort.

Er sprach den „durch Wanderer dauerhaft voll belegten“ Parkplatz an der Richard-Kaiser-Straße unweit der ehemaligen Gärtnerei an. Bürgermeister Adalbert Hauck konterte mit dem Hinweis auf die „in diesem Bereich nicht vorhandene Parkplatznot“ und merkte an, es werde „besser dort geparkt als auf der Straße“. Diese Not sah Gemeinderat Michael Volk jedoch im Bereich der Friedhofsparkplätze entlang der Heidelberger Straße, wo in letzter Zeit vermehrt sogenannte „Dauerparker“ festgestellt worden seien. Er erkundigte sich nach der Möglichkeit von Verboten, wobei das Gemeindeoberhaupt klarstellte, „kein Freund von Verbotsschildern“ zu sein. Rechtliche Handhabe bestünde nur, sollten Fahrzeuge über Wochen und Monate hinweg auf demselben Platz stehen, ohne bewegt zu werden, was hier nicht gegeben sei. „Außerdem wird das Angebot an vorhandenen Parkflächen speziell auch durch den Bereich unter dem Friedhof selbst in Stoßzeiten dem Bedarf gerecht“, so Hauck.

Steiler Anstieg des Geländes

Den Friedhof betraf auch eine weitere Anfrage von Gemeinderat Paul Hauk. Ausgehend von der Beobachtung, dass zahlreiche ältere Friedhofsbesucher beim Gießen den steilen Anstieg des Geländes schwer bewältigen können. wollte er wissen, ob eine zweite Wasserleitung für die unteren Gräberreihen realisierbar sei. Diesbezüglich verwies Bürgermeister Hauck auf die Wasserleitung auf halber Höhe des Friedhofs. „Aus aktueller Sicht wäre eine solche Maßnahme zu teuer, zumal im unteren Friedhofsbereich keine größere Stelle für eine Leitung frei wäre“, betonte er.

Nachdem sich Gemeinderat Jürgen Kuhn nach dem Verlegen eines Schlauchs erkundigte, erklärte Hauck, „das Thema bei späteren Planungsmaßnahmen gern zu berücksichtigen“. Dennoch könne man nicht jeden Wunsch erfüllen. Weitere Anfragen kamen von Gemeinderat Michael Volk und betrafen die Anlage eines „Wendehammers“ im Kosmas-Hauck-Weg nach Vorbild einer Walldürner Konstruktion mit Insel und Parkflächen. Hauck antwortete darauf mit dem Hinweis auf „enormen Platzverbrauch“ und dem Ansinnen, „so wenige Flächen wie möglich“ zu bebauen. Auch habe man sich mit der AWN (Abfallwirtschaft Neckar-Odenwald) bereits in Verbindung gesetzt. Müllfahrzeugen werde die Zufahrt und das Wenden nicht erschwert. „Wir gehören nicht zu denen, die diesbezügliche Probleme haben“, erklärte Hauck.