Höpfingen

Gemeinderat Höpfingen Vermarktungsmasse von etwa 2900 Festmetern

Beitritt zur Forstvereinigung beschlossen

Höpfingen.Nach neuen forstwirtschaftlichen Wegen verlangt auch in Höpfingen das Kartellrechtsverfahren, das Trennungen von Holzverkauf und Holzauszeichnung sowie Staatswald und Privat-/Kommunalwald erfordert: „Eine Neuausrichtung der Beförsterung ist von Nöten“, kündigte Bürgermeister Adalbert Hauck in der Gemeinderatsitzung am Montag an.

Er verwies auf das von allen Kommunen des Neckar-Odenwald-Kreises verfolgte Ziel, die aktuellen Strukturen „einigermaßen beizubehalten“ und ließ ebenso wissen, dass die 488 Hektar betreute Waldfläche keine Ausweisung eines wirtschaftlich sinnvollen eigenen Forstreviers ermöglichen. „So sind wir auf Kooperation angewiesen, zumal die Nachbarkommunen der künftigen Beförsterung durch den Landkreis entweder bereits zugestimmt haben oder anstreben“, ließ er wissen und bezeichnete diese Methode als „besten Weg auch für Höpfingen“.

Auch die in Walldürn beheimatete Kommunale Holzvermarktungsstelle des Landkreises wird von der Forstreform nicht verschont: Zum Jahresende schließt sie ihre Pforten. Auch das zwingt Höpfingen zum Umdenken, wobei Bürgermeister Hauck dem Gemeinderat bereits eine Option präsentierte: Er schlug den Beitritt der Forstlichen Vereinigung Odenwald-Bauland vor und erklärte, dass bei einer auszugehenden Vermarktungsmasse von etwa 2900 Festmetern ein Kostensatz von im Schnitt 2,04 Euro pro Festmeter anfallen. Berücksichtigt seien in diesem Betrag allerdings schon die unterschiedlichen Sortimentspreise.

„Dass den Revierleitern der Unteren Forstbehörde künftig die Holzvorzeigung für alle Kunden rechtlich betrachtet nicht mehr möglich ist, erhöht den Aufwand der Forstlichen Vereinigung und sorgt für den Endkostensatz von 2,50 Euro pro Festmeter“, bilanzierte Hauck und erwähnte die für die Forstliche Vereinigung zu zahlende Aufnahmegebühr von 500 Euro. „Dieser Wert setzt sich aus 100 Euro pro angefangener Hektar Waldfläche zusammen“, informierte er.

Die beruflich mit dem Thema vertrauten Gemeinderäte Stefan Michel und Martin Sauer informierten vertiefend über die Zusammenhänge; Kämmerer Christian Hauk mahnte zur Vorsicht an: „Es bringt aus steuerlicher Sicht keinen Vorteil, jetzt vorschnell etwas anzukurbeln“, gab er zu bedenken.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat schließlich die Beauftragung der Gemeinde, beim Landratsamt verbindliches Interesse an einer weiteren Betreuung durch die Untere Forstbehörde anzumelden und einen Vertrag zur Anpassung der bestehenden Rechtsbeziehung abzuschließen. Mit diesem Beschluss wurde die Verwaltung gleichermaßen dazu beauftragt, den Beitritt zur Forstlichen Vereinigung Odenwald-Bauland vorzubereiten. ad