Höpfingen

Heimatverein Höpfingen „X-Mas“ soll Fremdwort bleiben

Christkind läutet zur Bescherung

Archivartikel

Höpfingen.Früher war Weihnachten einfach anders. Es wurde Stanniol-Lametta aufgehängt. In einem Adventskalender waren nur Schokolade oder bunte Bilder. Keiner konnte es erwarten, jeden Tag ein neues Türchen zu öffnen. Und heute: X-Mas statt Christfest. Dass Weihnachten nichts Verstaubtes aus der Vergangenheit ist, versucht der Heimatverein Höpfingen auch in diesem Jahr zu beweisen: Tradition gegen Konsum.

Der Kommerz bleibt außen vor. Kein „X-Mas“ im Museum „Königheimer Höflein“, sondern das Christfest mit allem, was man früher mit Weihnachten verband: Familie, Traditionen, Romantik, Heimeligkeit und Christsein. „Weihnachten, wie es früher einmal war“ lautet die Botschaft beim Heimatverein Höpfingen am Montag, 17. Dezember, ab 17.30 Uhr im Heimatmuseum.

Die Kugeln leuchten, das Lametta blitzt an den Zweigen, süßer Plätzchenduft liegt in der Luft, die Geschenke liegen sorgfältig platziert unterm Baum. Das alles – und noch viel mehr – ist Weihnachten. Vor der Bescherung musste man früher im anderen Zimmer warten, bis das Glöckchen ankündigt, dass das Christkind als Weihnachtsengel kommt und kein Rudolf mit dem Rentierschlitten. Und bevor es Geschenke gab, mussten die Kinder singen oder ein Lied auf der Blockflöte spielen. Unterm Baum lagen damals weniger Geschenke. Wunschzettel waren bescheidener und noch in Handschrift.

Santa Claus kannte auch niemand. Beim Heimatverein Höpfingen kommt daher traditionell das Christkind (gegen 18 Uhr und ein zweites Mal bei Bedarf um 19 Uhr) in das Museum zu den Kindern und zu den Erwachsenen. Geöffnet ist die Weihnachtsstube am Montag, 17. Dezember, von 17.30 bis 19 Uhr. Willkommen sind alle kleinen und großen Besucher.

Übrigens: An zwei Tagen bot der Heimatverein zusammen mit dem Verein „Bürger für Bürger“ bereits Anfang Dezember Aktionstage für Schulklassen im Museum. „Plätzchenbacken wie früher“ in der Küche rund um den Kohlenherd und in der „guten Stube“ des Museums.

Also Weihnachten wie zu den Zeiten, als das Museum noch nicht Museum war und dort noch Lebensalltag herrschte. Ein Heizungsausfall zwang zum Umplanen. Und damit wurde die Weihnachtsbäckerei so wie früher. Drei Klassen der Grundschule können nun später erzählen, sie waren dabei gewesen.