Höpfingen

Rosenmontagsumzug in Höpfingen Bunte Fußgruppen und originelle Motivwagen schlängelten sich durch das „Quetschedorf“

Emotional schien durchweg die Sonne

Höpfingen.Mit jedem der 89 Beiträge wurde er noch launiger, der Höpfinger Rosenmontagszug: Einfallsreiche Motivwagen, lustig kostümierte Narren auf und neben den Straßen und stimmungsvolle Pointen gaben beim närrischen Gaudiwurm durch die geschmückten Straßen am Montag den Ton an – schließlich lautete das Motto „Party Nonstop“. Musikalisch ging es am frühen Nachmittag mit Josef König, Chris Kaiser und Chris Schell los, die in der Hauptstraße schon weit vor dem eigentlichen Umzugsbeginn für gute Laune sorgten.

Um Punkt 14.11 Uhr ging es los: Zunächst präsentierten sich aus den Reihen der Gastgeber „Jofa’s rollender Bratwurststand“ und die „Groß-Köpfede“ sowie die „bösen Geister“. Alte Bekannte in Form der „Rot-Kritz-Guggis“ aus Sasbach drehten an der Stimmungsschraube, ehe sich der Reitverein Höpfingen unter dem Motto „Im Zirkus“ die Ehre gab. Rot und Weiß strahlten anschließend bei den mit Beeschewägelchen, Juniorengarde, Jugendelferrat, Elferrat, Prinzengarde, Beeschebinnervolk und dem „Safari“-Motivwagen angereisten Nachbarn aus Waldstetten um die Wette: Die „Stedemer Beesche“ erwiesen sich einmal mehr als Gute-Laune-Team.

„Schnapsbrenner helau“

Mit Nachdruck und „Helau“ huldigte das „Schnapsbrennervolk“ der FGH70 „Höpfemer Schnapsbrenner“ der fünften Jahreszeit: Verstärkt von der als „Peter Lustigs Musikanten“ aufspielenden Trachtenkapelle, gaben sich Banner- und Standartenträger, Zeremonienmeister, Bambinigarde, Kindergarde, Jungelferrat, Juniorengarde, Prinzengarde, die Schnapsbrennerschar und die „Schnapsbrennerei“ sowie der Elferrat die Ehre – inklusive des die hohen Benzinpreise durch den niedrigen Rheinpegel des vergangenen Sommers ins närrische Visier nehmenden Motivwagens mit dem prägnanten Titel „Hitzewelle“ und dem „G’mischte Haufe 2.0“. Selbstverständlich waren auch das Kinderprinzenpaar (Prinzessin Maya, die Straußewärtin vom Adelsberg und Prinz Quentin, dem Fischkopp-Kicker von de Lorenze) und das aus Seiner Tollität Prinz Matze I. und Ihrer Lieblichkeit Prinzessin Dani, die Kaiserin bestehende Prinzenpaar mit von der Partie.

Einen kurzen Anfahrtsweg hatten die mit Schildträger, Bambini, Kinderschautanzgruppe, Jungelferrat, Junioren- und Wolfsgarde, Elferrat mit Rakete, Ehrenwagen sowie den „Wölfen im Fell“ in stattlicher Zahl angereisten Akteure der FG „Hordemer Wölf“, aus deren Reihen Ritter Wolf und Margarethe (Elmar und Irma Günther) sowie Pfarrer Andreas Rapp grüßten. Von den Wagen fiel auch hier manches Bonbon in die Hände strahlender Kinder: Was wäre denn auch die Faschenacht ohne die „Gutsle“?

Gut gelaunte Narrenschar

Als es zu regnen anfing, sorgten weitere Narren zumindest emotional für Sonnenschein: Mit den „Kabuckler Bülfri“ (Pülfringen) und ihrem auf gekonnte Weise jeden der bisher 22 Mottowagen thematisierenden Jubiläumswagen, dem Elferrat der Stadt Osterburken und dem unter dem Motto „Marder On Tour“ auftretende Erfelder Jugendhaus („Erfelder Marder“) nahmen echte Stimmungskanonen Maß, worin ihnen die „Merchinger Brogge“ freilich in nichts nachstanden: Als Höhepunkt erwies sich der „Hambacher Forst“-Mottowagen der Jugendfeuerwehr. Bestens gelaunt sorgten hernach die Glashofener „Höhgöiker“, die donnernde Guggenmusik der „Möfelder Ortsdüddel“ (Wertheim-Mondfeld) sowie die Junge Union Königheim für Heiterkeit und ein frohes Publikum, ehe die FG „Fideler Aff“ aus Walldürn mitsamt den Dürmer Klohns Zunder gab. Den Tross rundeten die mit ihrem vollständigen närrischen Hofstaat fröhlich durch die Straßen zwitschernden „Lustigen Vögel“ Schweinberg sowie das Partyschiff des „Partyteams No.1 Gerchsheim“ ab.

Dann aber ging die Party trotz Regenwetter erst richtig los: Rund um die Obst- und Festhalle füllte sich das Festzelt mit zahlreichen Faschenachtern aller Altersklassen, die gemeinsam bis in die Nacht feierten, tanzten und lachten. Wehmütigen Narren konnte man aber mit einem Motto trösten: „Nach der Kampagne ist vor der Kampagne!“

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