Höpfingen

Gemeinderat Höpfingen Zustimmung zum Vorentwurf des Bebauungsplans / Eröffnung ist möglicherweise schon im Frühjahr 2020

Heim mit 75 Pflegeplätzen geplant

Höpfingen.Zu seiner letzten Sitzung vor den Kommunalwahlen am 26. Mai traf sich der Höpfinger Gemeinderat am Montag im Sitzungssaal des Rathauses. Die Tagesordnung war verhältnismäßig kurz. .

Nachdem Bürgermeister Adalbert Hauck die Gemeinderäte begrüßt hatte, ging es nach kurzen Regularien sofort zum Kernthema des Abends: Zur Debatte stand der vorhabenbezogene Bauplan „Seniorenzentrum Höpfingen“.

Zwischen der Heidelberger Straße und dem Bruno-Störzer-Weg soll direkt an der B 27 ein Heim mit 75 vollstationären Pflegeplätzen in fünf Gruppen à 15 Personen entstehen, das laut Bauträger und der als Betreiber fungierenden Berliner Geras-Pflegeheime GmbH im Frühjahr 2020 schon eröffnet werden könnte.

Wie Bürgermeister Hauck informierte, sei die Erstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans und ein Aufstellungsbeschluss nötig, um die frühzeitige Beteiligung anzustoßen: „Die Gemeinde Höpfingen ist der Verfahrensträger“, erklärte er und sprach von einem 6233 Quadratmeter großen Plangebiet. Gemeinderat Martin Sauer erkundigte sich in Bezug auf das Areal nach der einstigen Bahnlinie zur Ziegelei, was Bürgermeister Hauck eindeutig beantwortete: „Das Gleis wurde nie stark genutzt und galt auch beim Rückbau der Bahnlinie zwischen Hardheim und Walldürn nicht als belastet“, sicherte er zu und verwies dahingehend auf „Voruntersuchungen, die keine Altlasten vermuten lassen“. Auf die „wuchtig wirkende“ Fassadenhöhe von zehn Metern kam Gemeinderat Stefan Michel zu sprechen. Bürgermeister Hauck relativierte diesen Wert im Hinblick auf das sich in Richtung der Sportanlagen nach unten verjüngende Flachdach: „Das Heim wird nicht höher als das benachbarte Areal (Popp-PC, Anm. d. Red.)“, merkte er an.

Ratskollege Herbert Frisch vergewisserte sich danach, ob der Bauherr die Kosten der Bauleitplanung trägt, ehe Martin Sauer nach der artenrechtlichen Untersuchung fragte. „Die Gespräche laufen und dauern etwa bis zum Herbst an“, schilderte Bürgermeister Hauck und fügte an, dass der Ausgleich für die Räumung der dortigen Obstbäume „in das Aufgabengebiet des Planers fällt, aber noch zur Sprache gebracht wird“.

Nach einem recht lebhaften wie sachlich geführten Dialog zu den Hintergründen des Bauvorhabens und den Erfordernissen des demographischen Wandels sprach sich das Gremium bei zwei Enthaltungen für den Vorentwurf des Bebauungsplans „Seniorenzentrum Höpfingen“ sowie die zugehörigen örtlichen Bauvorschriften aus. ad