Höpfingen

Zehn Jahre Verein „Bürger für Bürger“ Paradebeispiel für Nachbarschaftshilfe / Vielfältige Aktivitäten zum Wohl der Ortsgemeinschaft

„Hier wird Glut immer neu entfacht“

Archivartikel

In der rührigen Vereinswelt Höpfingens nimmt der Verein „Bürger für Bürger“ eine besondere Position ein – gilt er doch als Paradebeispiel und Pionier der heute landauf landab bekannten Nachbarschaftshilfe-Vereine.

Höpfingen. Am Sonntag feierte der Verein „Bürger für Bürger“ mit einem gemütlichen Fest am Alten Rathaus sein zehnjähriges Bestehen.

„Statt eines großen Festbanketts haben wir uns bewusst für mehrere kleine Veranstaltungen im Jubeljahr entschieden“, informierte Vorsitzende Brigitte Liebler im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten.

So wurde bereits im Sommer zu „Zehn Jahren Kaffee oder Tee“ eingeladen, wo auch die zweite Vorsitzende Rosemarie Hauck seitens des Vereins und der Gemeinde eine Ehrung für ihr eindrucksvolles Wirken erfuhr.

Für mehr Lebensqualität

Das Fest am Sonntag stand unter dem Motto „Indianer“, auf das insbesondere das Kinderprogramm abzielte: Neben Bastelarbeiten und Kinderschminken lockte die Kleinen auch der Stand von Rudi Gärtner (Hardheim), der in stilechter Kleidung zum Bogenschießen einlud und den Kindern auf spielerische Weise die Lebensart der Ureinwohner Amerikas näher brachte.

Gut besucht war auch der Kinderflohmarkt in der Kirchenstraße. Den zwanglosen, lockeren Charakter des Festes unterstrich zudem das Beisammensein auf dem Rathausplatz: Am Nachmittag gab es Kaffee und Kuchen, während am späten Nachmittag gegrillt wurde.

Über die bisherigen Aktivitäten informierte eine Stellwand: In Wort und Bild waren die getreu dem Motto „Für mehr Lebensqualität – wir alle können sie gestalten“ initiierten Höhepunkte des letzten Jahrzehnts chronologisch aufgelistet. Dazu zählt neben der Kooperation mit der Höpfinger Schule, in deren Rahmen zwischen 2009 und 2016 gut besuchte „Aktionsdonnerstage“ für die Erstklässler durchgeführt wurden, auch die im Januar 2014 in Walldürn entgegengenommene Urkunde des auf den Bürgertreff bezogenen „dm-Preises für Engagement“ der „HelferHerzen“ der dm-Drogeriemarkt-Kette.

Akzente setzten fernerhin regelmäßige Vorträge zu aktuellen Themen, Ausflüge und die Beteiligung am „Seinerzeitfest“ 2011 im ehemaligen Lebensmittelgeschäft Popp.

28 000 Euro gespendet

Die Reinerlöse aller Aktivitäten in Gesamthöhe von bisher rund 28 000 Euro gingen an bedürftige Einzelpersonen, örtliche Vereine, die Gemeindeverwaltung zur Verwirklichung neuer Projekte, die katholische Kirchengemeinde, die Höpfinger Schule, die Kindergärten in Höpfingen und Waldstetten, soziale Projekte in der Region und die Missionsarbeit.

Der kraft Amtes im Vorstand vertretene Bürgermeister Adalbert Hauck gratulierte herzlich zum Jubiläum und dankte dem Verein mit seiner umtriebigen Vorsitzenden Brigitte Liebler für seine vielfältigen Aktivitäten zum Wohl der Ortsgemeinschaft. „Hier wird die Glut nicht nur am Glühen erhalten, sondern immer wieder neu entfacht“, hielt er fest und erinnerte an zahlreiche Höhepunkte wie den 2010 edierten Bürger-Ratgeber und den mit durchschnittlich 40 Besuchern nach wie vor äußerst beliebten Mittwochstreff zum „Kousche“ („miteinander sprechen“), aus dem der Verein letztlich entstand: In der durch die Gemeinde kostenlos zur Verfügung gestellten Bürgerstube trifft man sich bei Kaffee und Kuchen und erfährt allerhand Neues und Interessantes.

Daneben bietet der Verein „Bürger für Bürger“ Hilfsdienste um Haus, Hof und Friedhof in Notfällen, Fahrdienste mit Begleitung etwa zu Arztbesuchen, kurzzeitige Notfallbetreuungen und Besuchsdienste sowie den „Donnerstagstreff“ an. ad