Höpfingen

Heimatverein Höpfingen „Backstube“ für Kinder im „Königheimer Höflein“ / Einstimmung auf das Christfest

„Rezepte stammen von der Uroma“

Höpfingen.In der Backstube war angeschürt. Der Kohleofen spendete wohlige Wärme an den zwei Regentagen, an denen die „Weihnachtsbäckerei“ im „Königheimer Höflein“ geöffnet hatte. So wie es früher einmal war, erlebten Schüler aus drei Klassen der Grundschule Höpfingen in der Museumsküche die Aktivitäten in der Vorweihnachtszeit. Beim Backen. Singen und Zuhören verging die Zeit wie im Flug.

Leuchtende Kinderaugen, rote Backen und (fast) gespannte Stille. Wenn es Spaß macht, ist es eben mal kurz lauter. Der Heimatverein und der Verein „Bürger für Bürger“ (Brigitte Liebler, Birgid Ott, Helga Wagner, Agnes Sauer, Gertrud Schell, Helga Häfner und Elli Häfner) leiteten die Aktion.

Karl Kaiser mit dem Akkordeon und Brigitte Liebler mit der Tischharfe beschäftigten dazu noch die Kinder, die eben mal nicht in der Backstube mit Teigauswellen oder Verzieren der Plätzchen zu Gange waren, mit Geschichten, Rätseln, Vorlesen und Singen von alten Weihnachtsliedern. Eines wurde deutlich: die eine andere Tradition war hie und da noch bei den Kindern lebendig. Butter- und Spritzgebäck brachten die Schüler unter Anleitung auf die Backbleche, die dann goldgelb im Ofen ausgebacken wurden. Die Plätzchen bekamen die drei Klassen sozusagen als „süßen Klassensatz“ für ihre Weihnachtsfeier in der Schule mit.

Dass just an diesen Tagen die Heizung ihren Geist aufgeben hatte und versteckte Hagelschäden am Dach noch für Tropfen von oben sorgten, machte das Weihnachtsbacken noch eine Spur „echter“ in den Gemäuern von „anno dazumal“. Aber genau dies gehört auch zum Ansatz für ein „lebendiges Museum mitten im Dorf“. wg