Höpfingen

Gemeinderat Höpfingen Dr.-Thomas-Nörber-Straße in Waldstetten ist eine Holperpiste

Sanierung verzögert sich

Höpfingen/Waldstetten.Als echte „Holperpiste“ lässt sich die Waldstettener Dr.-Thomas-Nörber-Straße bezeichnen. Um Abhilfe zu schaffen und Stolperfallen zu beseitigen, beschloss der Höpfinger Gemeinderat im März die Sanierung, die der Bauhof und eine Fremdfirma durchführen werden.

Bürgermeister Hauck übergab am Montag in der Gemeinderatsitzung das Wort an Hauptamtsleiterin Lisa Bender, die über details der über vorbereitenden Maßnahmen informierte. So erinnerte sie an die Kanalbefahrung die zur Erstellung eines Leistungsverzeichnisses zur Ausschreibung der Tiefbauarbeiten für Wasserversorgung, Kanalarbeiten und Straßenbau ebenso nötig sind wie auch eine Bodenuntersuchung.

„Weil dann erst das Leistungsverzeichnis vorbereitet werden muss, erfolgt eine Ausschreibung frühestens im Herbst“, betonte sie. Dahingehend sei mit einer Umsetzung des Projekts erst 2020 zu rechnen, was aber durchaus effektiv sei: „Es könnte denkbar sein, dass die Maßnahme mit der Instandsetzung der Gemeindeverbindungsstraße Am Mantelsgraben im Jahr 2020 verbunden wird“, ließ Bender wissen und sprach von Synergieeffekten, die es im Sinne einer Kosteneinsparung auszunutzen gelte.

Baugrunduntersuchung

Wie Bürgermeister Hauck anfügte, sei auch eine Baugrunduntersuchung „auf alle Fälle nötig“.

Die Frage von Gemeinderat Herbert Frisch nach der Notwendigkeit einer Kanalbefahrung, wenn die vor 1950 gebauten Kanäle ohnehin entfernt werden, beantwortete die Hauptamtsleiterin mit dem Hinweis auf die damit verbundene Begutachtung des Zustands.

Gemeinderat Stefan Michel fügte an, dass ein Kanal auch mit rund 70 Jahren „durchaus noch in Ordnung sein kann“. Amtskollege Thomas Greulich wandte sich an die Waldstettener Ratsmitglieder Helmut Hartmann und Herbert Frisch: „Akzeptiert Waldstetten einen Baubeginn im Jahr 2020?“, fragte er. Ortsvorsteher Hartmann zeigte sich pragmatisch und verwies auf die Auslastung der Ingenieurbüros und Bauausführungen, während Herbert Frisch zugab, zunächst „sehr enttäuscht“ gewesen zu sein, aber die Hintergründe verstehe: „Man hätte in der Vergangenheit früher miteinander sprechen müssen, kann aber nicht alles machen“, räumte Frisch ein. Stefan Michel erkundigte sich nach Finanzierungsproblemen. Da die Maßnahme mit einem Beschluss noch 2019 beginne, sah Bürgermeister Hauck „keine Schwierigkeiten“; Gemeinderat Josef König schlug noch vor, die Bürger frühzeitig über den verspäteten Baubeginn zu informieren – etwa mit einer Postwurfsendung.

Bei einer Enthaltung wurden die Kanalbefahrungsarbeiten zur Angebotssumme über 3281,43 Euro an die Firma Butz (Mosbach) vergeben. Mit den Ingenieurleistungen wurde das Ingenieurbüro Michel beauftragt. Die Kostenschätzung summiert sich hier auf voraussichtlich 33 629,28 Euro. ad