Höpfingen

Schlempertshof Neuer Vorschlag der Behörden liegt seit April auf dem Tisch

Schwierige Kompromisssuche

Archivartikel

Höpfingen.Im Streit um den geplanten Bau eines Milchviehstalls mit Biogasanlage auf dem Schlempertshof sind die Fronten nach wie vor verhärtet. Während die Familie Ott zur Zukunftssicherung ihres landwirtschaftlichen Betriebs auf die Erweiterung gegenüber des ehemaligen Stechert-Gebäudes drängt, sieht die Familie Gerig in diesem Vorhaben eine existenzielle Bedrohung ihren Ferienbauernhofs. „Alle seither eingebundenen Fachleute und Behördenvertreter teilen uneingeschränkt unsere Sorge“, erklärte am Dienstag die Familie Gerig auf Anfrage der Fränkischen Nachrichten.

Bereits vor dem ersten Spatenstich einer neuen Güllegrube habe man das Gespräch mit der Familie Ott gesucht und konstruktive Zugeständnisse gemacht. „Wir fördern schon immer positive Entwicklungen am Schlempertshof und wollten nie einen Stallbau durch die Familie Ott verhindern.“

Um den eigenen Betrieb nicht zu gefährden und trotzdem die Expansion des Betriebs Ott zu ermöglichen, hatten die Gerigs frühzeitig eine sechs Hektar große Fläche unmittelbar südlich des Betriebs Ott, die Erstellung eines Immissionsgutachtens auf eigene Kosten und die Übernahme der zwischenzeitlich gebauten Güllegrube angeboten.

„Alle Angebote sowie zahlreiche weitere Gesprächsversuche, auch mit Hilfe externer Moderatoren, wurden in den vergangenen Jahren leider vehement abgelehnt“, so Familie Gerig.

Um den Frieden auf dem Schlempertshof zu wahren und mögliche jahrelange juristische Auseinandersetzungen zu vermeiden, habe man zwischenzeitlich Zustimmung für einen Kompromissvorschlag der Behörden signalisiert und sich bereit erklärt, mehrere eigene Flächen in den Bau einer nördlichen Umfahrung an der Grenze zwischen den Grundstücken Ott und Gerig einzubringen. Auch zu dieser Lösung habe die Familie Ott bisher keine Gesprächsbereitschaft erkennen lassen. „Wir sind weiterhin bereit, konstruktiv an einer Lösung mitzuarbeiten“, betont die Familie Gerig. „Es muss im Schlempertshof doch möglich sein, zwei florierende Betriebe parallel zu betreiben.“

Klaus Ott will die sachliche Beurteilung und Entscheidung der Baurechtsbehörde abwarten, wie er gegenüber den FN erklärte, und zum jetzigen Zeitpunkt keine öffentliche Stellungnahme abgeben.

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