Höpfingen

Schönstattzentrum Mariengart Gelungene Gemeinschaftsaktion der Feuerwehren aus Höpfingen, Waldstetten und Hardheim und des DRK Höpfingen

Übung generalstabsmäßig ausgearbeitet

Archivartikel

Waldstetten/Höpfingen.Das Schönstattzentrum „Mariengart“ war am Freitag als Dreh- und Angelpunkt der Frühjahrshauptübung der Freiwilligen Feuerwehren aus Höpfingen und Waldstetten sowie Hardheim, die sich in Zusammenarbeit mit dem DRK-Ortsverband Höpfingen als solides Gemeinschaftsprojekt verstand.

Das Szenario ging von einem aus Unachtsamkeit entstandenen Brand in der Küche des Hauptgebäudes aus. Die Übungslage: Nach einer Rauchgasdurchzündung greift das Feuer auf die oberen Etagen über, wobei sich noch Menschen im Gebäude aufhalten. Über die Mosbacher Einsatzleitstelle wird die Feuerwehr Höpfingen mit ihren neiden Abteilungen alarmiert. Die Drehleiter aus Hardheim wird nachgefordert, um die noch im Haus befindlichen Leute zu retten.

Brandbekämpfung und Schutz des Nachbargebäudes obliegen den beiden Wehren, die Erstversorgung der Verletzten wird von den Aktiven des DRK Höpfingen vorgenommen.

Als Einsatzfahrzeuge und Gerätschaften bewiesen das TSF Höpfingen 24/7 (Tragkraftspritzenfahrzeug) mit Gruppenführer Thomas Bummer, der TSA-Schlauchwagen Waldstetten (Tragkraftspritzenanhänger), der erst im vergangenen Jahr übergebene Höpfinger HLF-10 (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug), die Tanklöschfahrzeuge TLF-16 Höpfingen und TLF-16 Hardheim sowie die Hardheimer Drehleiter ihre Praktikabilität.

Zur Nachbesprechung begrüßte Abteilungskommandant Martin Böttcher die zahlreichen Aktiven der Waldstettener, Höpfinger und der Hardheimer Feuerwehr, die durch das DRK Höpfingen unterstützt wurden.

Die Großübung war generalstabsmäßig ausgearbeitet und geleitet worden vom stellvertretenden Kommandanten Christian Klotzbücher, der als Einsatzleiter für sein praxisnahes Übungsszenario die Gebäude des Schönstattzentrums Mariengart gewählt hatte.

Wegen starker Rauchentwicklung mussten mehrere Jugendliche durch Atemschutzträger an die Mansardenfenster gebracht und von dort über die Drehleiter der Hardheimer Feuerwehr dem Roten Kreuz überbracht werden.

Das reibungslose Zusammenspiel der Wehren der drei Teilgemeinden erfreute auch besonders den Bürgermeister Adalbert Hauck. Er könne sich weitere Gemeinschaftsaktionen auf anderen Gebieten gut vorstellen.

Viel Lob für die Rettungskräfte

Ortsvorsteher Helmut Hartmann war mit den beiden Ordensschwestern von Mariengart, Schwester M. Rosa Grüner und Schwester Marie-Gudrun Glückert, einer Meinung über das ruhige und doch zielstrebige „Hand-in-Hand“ der Akteure, das von guter Übungsmoral zeugte. Man wisse sich bei den hiesigen Rettungskräften in verantwortungsvollen und Schutz bietenden Händen.

So hatte auch Carsten Hauk als Kommandant der Höpfinger Wehr allen Respekt vor dem Ablauf der Großübung an diesem Abend. Aus fachlicher Sicht beleuchtete James Bachmann den Übungsverlauf im Detail und sah besonders in der Wasserversorgung durch eine über 300 Meter lange Schlauchleitung eine Herausforderung, die er – nahtlos in den Gesamtablauf eingebettet – nur loben konnte.

Als Sprecher des DRK Höpfingen nahm Helmut Häfner die teils neuen Erfahrungen mit der Befreiung der Verletzten über die Drehleiter mit in die weitere Arbeit.

Für Christian Schenkel aus Hardheim war die reibungslose Verzahnung der feuerwehrtechnischen Aktionen ein klares Zeichen dafür, künftig mehr gemeinsam überörtlich zu üben. „Das wäre im Ernstfall sicher hilfreich.“ ad