Höpfingen

Bedarf an Betreuungsplätzen in Höpfingen ist gestiegen In Zukunft gibt es drei Kleinkindgruppen im Untergeschoss des Schulhauses

Zweiter Kindergarten wird nach St. Martin benannt

Höpfingen.Die Gemeinde Höpfingen erhält einen zweiten Kindergarten mit eigenständiger Leitung. Dieser wird nach dem heiligen Martin benannt. Ursprünglich war angedacht, eine Außenstelle des bestehenden Kindergartens St. Lioba einzurichten. Aber dieser Plan wurde dann wieder verworfen.

In St. Lioba ist kein Platz für Erweiterungen. Deshalb ging man auf die Suche nach neuen Räumlichkeiten und fand diese im Schulgebäude: „Dort standen Räume leer, andere wurden als Lager genutzt. Die Hauptschule gibt es nicht mehr und die Sprachförderung – früher seitens der Schule sowie in VHS-Kursen für Asylbewerber angeboten – findet nicht mehr in dieser Form statt.

Aufgrund des hohen Bedarfs werden gleich zwei neue Kleinkindgruppen eingerichtet und die bestehende Kleinkindgruppe ebenfalls in den neuen Kindergarten in der Schule verlegt. Das Mobiliar zieht – bis auf den Wickeltisch – mit um. Dadurch trägt man auch dem Platzmangel der drei verbleibenden Gruppen für Kinder ab drei Jahren in St. Lioba Rechnung.

„Beide Elternteile arbeiten heute nach der Geburt immer früher und benötigen daher Betreuungsplätze für ihren Nachwuchs. Der Bedarf an Kleinkindplätzen ist in Höpfingen dann nach dem Umbau vorerst abgedeckt“, konstatierte Bürgermeister Hauck. „Wir können sogar noch das eine oder andere Kind aus einer Nachbargemeinde aufnehmen.“

Der neue Kindergarten mit seinen drei Kleinkindgruppen wird im Untergeschoss der Schule in bisherigen Grundschul-Kassenzimmern untergebracht. „Die Raumstruktur bleibt erhalten, in einigen Zimmern erfolgen Abtrennungen“, erklärte Hauptamtsleiterin Lisa Bender beim Rundgang. Der ehemalige Pausenhof der Hauptschule wird in eine Spielfläche für Kleinkinder umgewandelt. Der Zugang zum Familienbad dort bleibt erhalten.

Den ersten Raum neben dem Eingang dürfen – wie bisher – Vereine nutzen, Der TSV kann dort weiterhin Spinning (Indoor-Cycling) betreiben. „Hier ist – falls benötigt – noch Kapazität für eine vierte Kleinkindgruppe vorhanden, falls diese in der Zukunft benötigt wird“, erläutert Bürgermeister Adalbert Hauck.

Das Platzangebot ist insgesamt sehr großzügig und großflächig. Fahrräder und Kinderwagen können abgestellt werden. Im eher dunkler Gang – eine neue Beleuchtung soll das ändern – ist die Garderobe vorgesehen.

Ein ehemaliges Klassenzimmer wird gerade in einen Personalraum und das künftige Büro der Kindergartenleiterin abgeteilt. Fluchttechnisch sieht es dort so aus, dass man durch die Fenster über die Brüstung ins Freie gelangen kann.

Die Treppe ins Obergeschoss wird geschlossen. Die Schulkinder dürfen diese künftig nicht mehr als Abkürzung ins Schwimmbad benutzen. Die Kleinkindgruppen haben Spiel- und Schlafbereiche. Neue Türen und ein Abgang als Fluchtweg sind erforderlich. Die Außenwände in Richtung Osten werden von innen isoliert, damit die Kleinkinder im Winter nicht frieren.

Auch in den sanitären Räumen wird alles baby- und kleinkindgerecht. „Der Aufwand ist wesentlich größer, als zunächst gedacht“, verdeutlicht Bauleiter Bernhard Thiry.

„Natürlich muss es laut Vorschriften auch eine Waschmaschine geben“, zeigt Bürgermeister Hauck zum Abschluss des ausgiebigen Rundgangs auf einen kleineren Abstellraum. i.E.