Hohenlohe-Franken

Hohenloher Freilandmuseum Führung durch Ausstellung

Auf immer verloren

Archivartikel

Wackershofen.Nur noch zwei Synagogen als Gedenk- und Dokumentationsstätten sowie die einzigartige Holzsynagoge des polnischen Wandermalers Elieser Sussmann sind in der Region Hohenlohe-Franken erhalten. Sie zeugen von der jahrhundertelangen Anwesenheit jüdischer Einwohner in den Dörfern und Städten der Region. Viele, nahezu alle Spuren ihrer Existenz wurden in der Zeit des Nationalsozialismus konsequent vernichtet.

Vieles ist „auf immer verloren“, manche Relikte ihrer Kultur, Religion und ihres Alltagslebens aber sind noch erkennbar, wenn man diese Spuren zu „lesen“ weiß. Die Fotografin Eva Maria Kraiss aus Schwäbisch Hall hat sie über viele Jahre aufgesucht und dokumentiert. Am Sonntag, 7. Oktober, um 14 Uhr führt sie durch die Fotoausstellung „Auf immer verloren. Spuren jüdischen Lebens in Hohenlohe - Franken“ im Hohenloher Freilandmuseum in Schwäbisch Hall-Wackershofen.

Rituelle Reinigungsbäder, Synagogen, heute als Wirtshäuser, Wohnhäuser, Vereinsheim oder Werkstatt genutzt, sind solche Spuren der ehemaligen jüdischen Bewohner in den Landkreisen Schwäbisch Hall, Hohenlohe und Main-Tauber. Manche Häuser erzählen die Geschichte von Juden wie Adolf Jandorf aus Hengstfeld, dem Gründer des „KADEWE“ in Berlin.