Hohenlohe-Franken

Weltgästeführertag In Rothenburg ob der Tauber am 9. und 10. Februar / Startpunkt und Spendenzweck ist die Judengasse 10

Auf spannende Spurensuche begeben

Archivartikel

Hundert Jahre Bauhaus werden gefeiert, deshalb heißt das bundesweite Motto des Weltgästeführertags 2019 „Bau ein Haus“. Und damit geht es auch in Rothenburg an die Bausubstanz.

Rothenburg. Gleich acht Führungen und Vorträge wird es beim Weltgästeführertag am 9. und 10. Februar in Rothenburg kostenfrei geben, gesammelt wird auf Spendenbasis für den Erhalt zweier historischer Häuser in der Judengasse (Nr. 10 und Nr. 12), welche der Verein Alt-Rothenburg erhalten möchte (wir berichteten).

Die Nummer 10 spielt auch gleich zum Start am 9. Februar die Hauptrolle, wenn der Vorsitzende des Vereins Alt-Rothenburg Dr. Naser ab 11 Uhr darüber berichtet, wie in Kooperation mit dem Kulturerbe Bayern das Haus in der Judengasse Nummer 10 in den kommenden Jahren saniert und für Besucher zugänglich gemacht werden soll. Um die Spuren der Bautätigkeit an einem Gotteshaus geht es anschließend beim Vortrag von Gästepfarrer Dr. Oliver Gußmann und Gästeführerin Camilla Ebert: Sie zeigen, wie sich die Steinmetze in der Rothenburger Kirche St. Jakob verewigt haben (ab 13 Uhr, St. Jakob).

Auf eine spannende Spurensuche nehmen die Gästeführer Karin Bierstedt und Werner Weber die Gäste vom Rödertor aus mit: „Hoppla, was ist da passiert?“ fragen sie sich bei der Tour außerhalb der Stadtmauer bis hin zum Plönlein, wenn sie Hinweise auf die Reste alter Gebäude und der neuen Häuser geben (ab 14.30 Uhr).

Berühmtes Ensemble

Ins Innenleben eines Gebäudes lädt das Team vom Café Lebenslust ab 16 Uhr. Die Besitzer zeigen, wie sie den Wohnbereich, Innenhof und die einstigen Stallungen über die Jahre renovierten.

Um ein Gebäude geht es auch zum Start am Sonntag um 11 Uhr – genauer: um ein Recht berühmtes Gebäudeensemble. Das Plönlein ist eines der Wahrzeichen der Altstadt und Schnappschussmotiv. Stadtführerin Helga Grund erklärt, was an dem Winkenl so sehr fasziniert. Auf die Vorstellungskraft der Gäste baut der Stadtführer Robert M. Frank ab 12.30 Uhr, wenn er am Rothenburg-Museum die Kirche des ehemaligen Dominikanerinnenklosters, die einst durch die Bayern zerstört wurde, in den Köpfen auferstehen lässt. Abgerundet wird das Programm durch zwei Vorträge im Sitzungssaal des Rothenburger Rathauses: Ab 14 Uhr schildert der Architekt Knoll, welche Herausforderungen der Erhalt eines Baudenkmals mit sich bringt. Ab 15.30 Uhr reist die Kunsthistorikerin Frau von Weitzel mit den Besuchern nach London in die Hampstead Garden Suburb. Hier finden sich viele architektonische Bezüge auf Rothenburg.