Hohenlohe-Franken

Jubiläum Mit „Hohebucher Tag“ und Scheunenfest 70 Jahre Bestehen gefeiert

Bildung soll Veränderung begleiten

Archivartikel

Hohebuch.Das Evangelische Bauernwerk feierte sein 70-jähriges Bestehen mit dem „Hohebucher Tag“ und einem Scheunenfest.

Fast voll besetzt war das Zelt bereits vormittags zum Gottesdienst mit Landesbischof Frank July und Landesbauernpfarrerin Gabriele Walcher-Quast. Im Festgottesdienst ging es um Klimaveränderung und Wetterextreme. Der Landesbischof betonte die unmittelbare Abhängigkeit der Landwirtschaft vom Wetter. Begleitet wurde der Gottesdienst von einem Bläserensemble und einem Projektchor, unterstützt von der Hohenloher Kantorei.

Nachdem der Vorsitzende Bernd Kraft und Geschäftsführer Wilfried Häfele die rund 600 Gäste begrüßten, wurde reichhaltig aufgetischt und das große Gelände lud zu Mitmach-Aktionen ein. Beim Ponyreiten, im Tretschlepper-Parcours oder beim Bogenschießen tobten sich nicht nur die Kleinen aus. Aktiv gewerkelt wurde am Filztisch und an der Lagerfeuerstelle, wo Kinder sich mit einem Brennstempel Vesperbrettchen und Holzspiele brennen konnten. Offenes Singen, Marionettendarbietung, Fotoshooting, Mini-Chor-Konzerte, oder die faszinierende Kreativausstellung lockten viele Besucher. Eine Ausstellung von selbstverfassten Berichten zeigte die Entwicklung in der Landwirtschaft seit 1948, dem Gründungsjahr des Evangelischen Bauernwerks auf.

Am Nachmittag hielt Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch den Festvortrag. Sie wies auf die Wichtigkeit der starken Ausbildung und Weiterbildung im Berufsstand der Landwirte hin. Auch strukturell herrsche Veränderungsdruck. Bildungsarbeit und -angebote, wie in Hohebuch, sollen Veränderungen begleiten. Angebote wie Landleben-live des Bauernwerks, die junge Menschen an Landwirtschaft heranführen und sie für sie begeistern, sind wichtig. Nicht zuletzt, um mehr junge Menschen für den Beruf des Landwirts zu begeistern, weil sie als Fachkräfte gesucht sind. pm