Hohenlohe-Franken

Tauberrettersheim Die neue Bürgermeisterin Karin Fries ist seit 100 Tagen im Amt

„Die Arbeit macht mir sehr viel Spaß“

Seit 100 Tagen ist Karin Fries Bürgermeisterin von Tauberrettersheim. In der zeit hat sie viele neue Erfahrungen gesammelt. Ein Termin jagt zudem den nächsten.

Tauberrettersheim. Am 1. Februar hat die mit über 75 Prozent gewählte Karin Fries die Nachfolge von Hermann Öchsner als Bürgermeisterin angetreten. Öchsner hatte nach 28 Jahren vorzeitig sein Amt zur Verfügung stellte. Das war heute vor 100 Tagen. Wie fällt ihre erste Bilanz aus, und was hat sich im Tagesablauf von Karin Fries geändert? Darüber sprach unsere Zeitung mit der neuen Bürgermeisterin.

Viele Termine

Auf jeden Fall bekommt Karin Fries’ Ehemann Heinz wegen der vielen Termine nicht immer nach der Arbeit wie gewohnt pünktlich sein Essen auf den Tisch. Da muss er sich jetzt schon manchmal selbst verpflegen. Gerade die vielen Termine zu unterschiedlichsten Zeiten haben die 57-Jährige am meisten überrascht.

Schön ist, dass sie auch einige mit ihrer Tochter Mareike wahrnehmen darf, nimmt sie doch gerade als Weinprinzessin für ein Jahr die Repräsentation der Tauberrettersheim Winzer in der Öffentlichkeit wahr.

Das Amt selbst macht ihr viel Freude, sagt Karin Fries mit einem Lächeln im Gesicht. Die ersten 100 Tage waren sehr aufregend, auch wegen der vielen neuen Personen, die sie kennen gelernt habe, meint die erste Frau mit dem Titel Bürgermeister im Altkreis Ochsenfurt. Die vielen Termine – sie zeigt ihren vollen Terminkalender – die oft von morgens bis in den Abend dauern, zu koordinieren, ist nicht ganz einfach, berichtet sie. Neben mehreren Geburtstagsgratulationen, zwei Gemeinderatsitzungen besuchte die gebürtige Würzburgerin Bürgermeisterkonferenzen, und stellt sich beim Landrat und Prof. Dr. Schraml vom Kommunalunternehmen vor. Der längste Termin dauerte in Fürstenfeldbruck drei Tage, bei dem sie mit 27 anderen Kollegen und Kolleginnen aus dem Landkreis zugegen war. In Utting am Ammersee wurde der ehemaligen Erzieherin beim Seminar „Zum kommunalen Mandat“ für ihr neues Amt alles Erforderliche an die Hand gegeben.

Über Förderprogramme informiert

Sehr interessant fand sie vor allem die „ILEK“-Veranstaltungen, stehen hier doch verschiedene Förderprogramme zur Verfügung die helfen, Ideen zu verwirklichen. In Kürze geht die Reise nach Bad Salzschlirf, wo sie ein Standesamtsseminar besucht. Genossen hat sie, wie der eigentliche Faschingsmuffel erzählt, den Tauberrettersheimer Faschingsumzug. Es sei einfach bombastisch, auf der „ape50“ zu stehen und die vielen Menschen am Straßenrand, die einem zujubeln, zu sehen.

Begehrte Bauplätze

Meist ist sie ja die einzige Frau bei vielen Veranstaltungen, doch alle gehen sehr freundlich und hilfsbereit mit ihr um, meint sie stolz: „Ich kann mich nicht beschweren“. Hauptaufgabe in Tauberrettersheim selbst ist das neu erschlossene Baugebiet, gibt es doch eine sehr große Nachfrage. Die Bauplätze sind fast alle vergeben, und man muss sich bereits Gedanken für eine baldige Erweiterung machen. Es möchten viele Tauberrettersheim im Ort bleiben und denen soll auf jeden Fall geholfen werden.

Ein Termin bei der Kreisbaumeisterin steht bereits im Terminkalender, um sich Gedanken zu machen, wie es weitergehen kann.

Endlich barrierefrei

Mit einer kleinen Einweihungsfeier geht am 7. Juni die lange Baustelle, (sollte bereits im Mai 2018 fertig sein) des barrierefreien Zugangs zum Rathaus zu Ende. Woran es gelegen hat, dass sich alles so lange hinausgezögert hat, konnte sie nicht klar sagen, aber die Gewerke waren wohl auch mit Schuld daran, sagte sie achselzuckend.

Kurzum, meint sie zum Abschluss: „Es macht unheimlich viel Spaß, ich bin ein rühriger Mensch und hoffe, dass alles weiterhin positiv läuft“.