Hohenlohe-Franken

Erinnerungsstätte Brettheim Neuer Film über Rothenburg in den letzten Tagen des zweiten Weltkriegs wird am 4. November gezeigt

Die bange Zeit zwischen Rettung und vollständiger Zerstörung

Archivartikel

Brettheim.Mit dem Film über die Dorfgeschichte von Brettheim, „Als der Frieden schon so nah war“ begann Thilo Pohle, Lehrer an der Rothenburger Realschule, vor 35 Jahren eine beispiellose und ebenso erfolgreiche Arbeit als Filmproduzent.

In vielen Ländern unterwegs

Bundesweit sowie in zahlreichen europäischen Ländern und in den USA ließ Pohle – immer zusammen mit Filmschülern – die Zeitzeugen in seinem Film das Schicksal der „Männer von Brettheim“ und ihres Dorfes erzählen. Große Betroffenheit war die regelmäßige Reaktion.

Nach zahlreichen anderen Projekten in Afrika und Indien hat er sich in den letzten Jahren voll und ganz der Kriegszeit seiner Heimatstadt Rothenburg gewidmet und zwei wertvolle Zeitdokumente geschaffen: Im Dokumentarfilm „Ein Tag, der zur Nacht wurde“ (2016) erinnern sich Augenzeugen an den 31. März 1945, an die Bombardierung Rothenburgs durch amerikanische Bomber und die fast vollständige Zerstörung der Innenstadt.

Friedliche Übergabe

Im neuen Film „…und nun beweist, dass ihr eine Volk seid!“ beschreiben Zeitzeugen, Rothenburger und Evakuierte, die bange Zeit zwischen Rettung und vollständiger Zerstörung ihrer Stadt im April 1945. Militärberichte aus amerikanischen Archiven geben Klarheit darüber, welche Personen und welche Entscheidungen letztlich doch zur friedlichen Übergabe geführt haben. Auf Einladung des Fördervereins Erinnerungsstätte zeigt Thilo Pohle diesen Film am Sonntag, 4. November, um 17 Uhr im Brettheimer „Haus der Musik und Begegnung“. Der Eintritt ist frei. Wie an jedem ersten Sonntag im Monat lädt der Förderverein auch an diesem Tag ein zum Besuch der Erinnerungsstätte im Rathaus (14 bis 17 Uhr). Thilo Pohle ist im übrigen auch der aktuelle Träger des Gottlob-Haag-Ehrenrings.