Hohenlohe-Franken

Konzertgemeinde Crailsheim Das Programm 2018/2019 startet am 21. Oktober / Namhafte Künstler zu Gast

Die Grenzen klassischer Musik erweitern

Crailsheim.Mit dem Duo Ingo de Haas, Violine, und Barbara Witter, Klavier, startet die Konzertgemeinde am Sonntag, 21. Oktober, in die kommende Saison.

De Haas ist erster Konzertmeister an der Oper in Frankfurt/Main und betreut eine Violinklasse an der Musikhochschule Frankfurt. Seine Begleit- und Duopartnerin Barbara Witter trat als Solistin und Kammermusikpartnerin in vielen Städten Europas auf. Sie ist Dozentin an der Musikhochschule Mannheim. Beide Künstler musizieren seit über einem Jahrzehnt miteinander und sind durch diese rege gemeinsame Konzerttätigkeit bestens aufeinander eingespielt. Maurice Ravels „Tzigane“ rundet bei diesem Konzert Violinsonaten von Ludwig van Beethoven, Sergej Prokofjew und Franz Schubert ab.

Das TrioConBrio mit der ungewöhnlichen Besetzung Flöte (Christina Singer), Bratsche (Lydia Bach) und Gitarre (Andrea Förderreuther) überrascht am Sonntag, 25. November, mit geballter Frauenpower und einem originellen Programm. Außer vier Originalwerken für das von Kritikern das kleinste Orchester der Welt genannte TrioConBrio kommen Auszüge aus Mozarts „Zauberflöte“ und Lieder von Johannes Brahms und Franz Schubert zu Gehör.

Auch die Manpower kommt nicht zu kurz: Außerhalb des Abonnements findet das traditionelle Silvesterkonzert am Montag, 31. Dezember mit dem Leipziger Vokalquintett Ensemble Nobiles statt. In ihrem Programm „Vom Lied zum Song“ bereiten Paul Heller und Christian Pohlers (Tenor), Benjamin Mahns-Mardy (Bariton) sowie Lukas Lomtscher und Lucas Heller (Bass) dem Crailsheimer Publikum einen vergnüglichen Abend mit Liedern aus Thüringen bis zum Alabama Song.

In andere gesangliche Sphären entführt der Tenor Tilman Lichdi mit seinem Begleiter Thomas Seyboldt (Klavier) am Sonntag, 20. Januar. Tilman Lichdi begeisterte bereits im Herbst 2016 das Crailsheimer Publikum mit dem Liedzyklus „Schöne Müllerin“, als er kurzfristig für den erkrankten Sänger Andreas Weller einsprang. Thomas Seyboldt lehrt seit Oktober 2010 an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart, leitet eine Liedklasse an der Musikhochschule Lübeck und gibt Interpretationskurse in Europa und Asien. Jetzt stehen 21 Lieder von Franz Schubert mit Texten von Johann Mayrhofer auf dem Programm der beiden Ausnahmekünstler.

Die Besetzung Posaune, Klavier und Schlagzeug ist alles andere als „die Norm“. Der Posaunist Philip Pineda Resch, die Pianistin Elisabeth Brauß und der Schlagzeuger Kai Strobel gehören zu einer neuen Generation junger Künstler, die die Grenzen der klassischen Musik vielfach erweitern. Das Ensemble PinedaBraußStrobel ist am Sonntag, 10. Februar, bei der Konzertgemeinde zu Gast. Von der Vertonung von „Jesus bleibet meine Freude“ von Stjepan Sulek über Astor Piazzollas Werke bis hin zu einer Komposition des 1987 geborenen Alexej Gerassimez ist bei diesem spannenden Programm für jeden etwas dabei.

Der von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung als „Pianist mit eminentem Klangfarbensinn“ bezeichnete Eduard Stan gastierte bereits in den meisten Ländern Europas und den USA. In der Carnegie Hall New York konnte er ebenso begeistern wie im Konzerthaus Berlin und dem Concertgebouw Amsterdam. In Crailsheim spielt er am Sonntag, 24. März, Werke von Frédéric Chopin und Franz Schubert.

Das Ensemble MoosART beendet am 5. Mai die Saison mit dem Sänger Sebastian Mattmüller (Bass). Stefanie Bartsch (Barockoboe und Blockflöte), Adrian Wehlte (Traversflöte und Blockflöte), Hélène Godefroy (Barockcello und Gambe) und Klaus Schulten (Cembalo) haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Vitalität, die Emotion und das Gefühl der barocken Musik von Rameau, Telemann, Hotteterre und anderen Komponisten zwischen Tanz und Theater, zwischen Vision und Kirche erlebbar zu machen. pm