Hohenlohe-Franken

Hohenloher Freilandmuseum Sonderausstellung wird am Sonntag eröffnet / Vielfältige Einblicke in eine „verlorene“ Geschichte

Die Spuren jüdischen Lebens

Archivartikel

Die Sonderausstellung „Auf immer verloren. Spuren jüdischen Lebens in Hohenlohe-Franken“ wird im Hohenloher Freilandmuseum eröffnet.

Wackershofen. Restaurierte Synagogen als Dokumentations- und Erinnerungsorte, ehemalige Synagogen mit anderer Nutzung, Hochzeitssteine, jüdische Häuser mit besonderer Geschichte, Straßen- und Flurnamen und vor allem Friedhöfe sind die letzten noch vorhandenen Zeugnisse des Alltagslebens der früheren jüdischen Bevölkerung in Hohenlohe-Franken. Am Sonntag, 8. Juli, um 15 Uhr wird in Wackershofen eine Schau über diese „jüdischen Spuren“ eröffnet.

Jüdische Menschen sind während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft (1933-45) entrechtet, vertrieben und vielfach ermordet worden. Die Zeugnisse ihres Lebens und ihrer Kultur wurden zerstört oder dem Verfall preisgegeben. Dennoch sind auch heute noch Spuren zu sehen.

Diese zu fotografieren und zu dokumentieren war über Jahre das Anliegen der Fotografin Eva Maria Kraiss und ihrer 2007 verstorbenen Partnerin Marion Reuter. Nun widmet sich das Hohenloher Freilandmuseum in Schwäbisch Hall-Wackershofen mit der Ausstellung „Auf immer verloren. Spuren jüdischen Lebens in Hohenlohe-Franken. Fotografien von Eva Maria Kraiss und Marion Reuter“ diesem Thema. Die Sonderausstellung wird jetzt eröffnet. Begleitend zur Ausstellung ist der gleichnamige Band von Eva Maria Kraiss in der Schriftenreihe des Freilandmuseums erschienen, er gibt viele der Abbildungen wieder und bietet vertiefende Erläuterungen.

Die Ausstellung ist bis zum Saisonende am 11. November im Ausstellungsraum der Scheune aus Bühlerzimmern zu sehen.