Hohenlohe-Franken

Kulturweg-Pläne Aub will Teil des Projekts „Europäische Kulturlandschaft“ werden

Diskussion nach TV-Beitrag

Aub.Der Auber Bürgermeister Robert Melber empfahl dem Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung, sich mit einem eigenen Kulturweg am Projekt „Europäische Kulturlandschaft“ zu beteiligen. Die Initiative kommt nach seinen Worten vom Spessart in den fränkischen Süden. Einige Gemeinden wie Bieberehren und Giebelstadt haben sich bereits angeschlossen.

Für die interkommunale Allianz „Fränkischer Süden“ sprach sich auch Allianzmanagerin Kira Schmitz für die Beteiligung aus. Mit den Menschen vor Ort solle ein Kulturweg erarbeitet werden, solle die Region nicht nur für Einheimische, sondern auch für Interesseierte von außerhalb erlebbar gemacht werden.

Dr. Gerrit Himmelsbach vom archäologischen Spessartprojekt (ASP), einem Institut der Würzburger Universität, stellte das im Spessart geborene Projekt dem Auber Stadtrat vor. Nach seinen Worten hat jedes kleine Dorf Kultur, man müsse sie nur erarbeiten. Er sprach sich dafür aus, Menschen und Landschaften so zu zeigen, wie sie tatsächlich sind. Das Projekt „Europäische Kulturlandschaft“ umfasse inzwischen 98 Wege, vom Untermain über den Spessart bis in den hinteren Steigerwald.

Region darstellen

Es liege an den Menschen vor Ort, sich ehrenamtlich zu engagieren und ihre Region darzustellen. Im Rahmen des Projektes werden Wege ausgearbeitet, mit Tafeln an interessanten Punkten in mehreren Sprachen erläutert. Zu bildende Arbeitsgruppen treffen sich alle paar Wochen, erarbeiten die Rundwege, setzen ihre Arbeit vor Ort fort auch wenn die Wege eröffnet sind und pflegen die Wege dauerhaft.

Der Bezirk Unterfranken fördert das Projekt, so dass für die Stadt Aub ein Eigenanteil von 16 000 Euro verbleibe. Dafür werde aber nicht nur der Weg erarbeitet, es werden auch Markierer ausgebildet, die die Wege betreuen. Die Kunigundenkapelle nahe Burgerroth ist nach seinen Worten bereits in den Weg um Bieberehren mit eingebunden und könnte den Anschluss an einen Rundweg um Aub bilden.

Der Stadtrat entschied sich schließlich, einen Aufruf zu starten, einen entsprechenden Arbeitskreis zu bilden. Aus der Reaktion darauf könne man sehen, ob ein solches Projekt machbar sei.

Auf Nachfrage von Ratsmitglied Theo Theuerkaufer, wie es denn mit einem Sanierungsantrag eines Bauwerbers im Harbach weitergehe, ließ Bürgermeister Robert Melber wissen, dass eine entsprechende Stellungnahme der Stadt Aub derzeit erstellt werde.

Problemfall „Steinbruch“

Unter dem Punkt „Bekanntgaben“ berichtete Bürgermeister Robert Melber, der Besitzer des Steinbruches habe bei ihm nach einem Bericht in der Fernsehsendung „quer“ vorgesprochen, um einige der darin aufgestellten Behauptungen richtig zu stellen. Dazu legte er ein Schreiben des Landratsamtes Würzburg vor.

Demnach hatte die Redaktion der Fernsehsendung einen Fragebogen an die Behörde eingereicht, den diese beantwortet habe. Dabei ging es um die Untersuchungsmethoden der Behörde sowie deren Ergebnisse. Demnach lagen die Ergebnisse der Untersuchungen in allen Punkten unterhalb der erlaubten Grenzwerte. In den Grundwasserproben lagen die Werte, die möglicherweise aus den behaupteten teerhaltigen Ablagerungen austreten könnten, sogar deutlich unterhalb den Grenzwerten. Das Landratsamt habe keine Beeinträchtigung des Grundwassers festgestellt.

Gehört wurde auch das Wasserwirtschaftsamt, das ebenfalls keine Beeinträchtigung feststellen konnte. Es fand ferner eine Beteiligung der Gesundheitsbehörde statt, die bestätigt habe, dass von der Deponie keine Gefährdung der Bevölkerung ausgeht.

Die Bestellung eines Gutachters durch den Betreiber solle diesem keinen Vorteil verschaffen, sondern lediglich eine Zeitgewinn bewirken, denn die Bestellung durch die Behörde würde deutlich länger dauern. Außerdem müsse ausdrücklich ein unabhängiger Gutachter bestellt werden.

Selbst behauptete Rückstände im Sediment des Katzengrabens, die nach der Fernsehsendung auf das Waschen der Lkws im Steinbruch zurückgeführt werde, gehe nach Kenntnis der Fachbehörden auf Einwaschungen aus dem Oberflächenwasser der nahen Straße zurück. Deshalb habe die Stadt Aub den Auftrag erhalten, diese Oberflächenwässer aufzufangen und über die Kläranlage zu reinigen.

Stellvertretender Bürgermeister Claus Menth schlug dem Stadtrat vor, bei Beerdigungen in der Winterszeit künftig die Toilette in dem den Friedhof nahen Feuerwehrhaus zu öffnen und den Beerdigungsbesuchern zur Verfügung zu stellen. Dagegen hatte der Stadtrat keine Einwendungen.

Weiter wies Menth darauf hin, dass im Kräutergarten der Holzzaun ziemlich marode sei und sich teilweise bereits auflöse. Melber will den Bauhof mit Überprüfung beauftragen.

Karlheinz Krieger regte an, den Investor, der das alte Krankenhaus erworben habe, in den Stadtrat einzuladen und ihn zu bitten, sein Konzept für das Gebäude darzulegen.

Gertraut Rappert regte an, an den Parkplätzen hinter dem Feuerwehrhaus Schilder anzubringen, um dort die Plätze geordnet zu nutzen. age