Hohenlohe-Franken

Hohenloher Freilandmuseum

Drehorgeltag am 5. August

Archivartikel

Wackershofen.20 Drehorgeln aus der Schweiz, aus Frankreich und Deutschland sind an sechs Standplätzen am Sonntag, 5. August, von 11 bis 17 Uhr im Hohenloher Freilandmuseum in Schwäbisch Hall-Wackershofen mit ihren nostalgischen Klängen aus längst vergangenen Zeiten zu erleben. Auch Moritaten- und Bänkelsänger lassen an das 19. Jahrhundert als das Zeitalter der Gaukler erinnern. Und wer Drehorgelspieler, die auch zaubern, erleben will, sollte sich diesen Drehorgeltag nicht entgehen lassen, es wird ein besonderes Ereignis sein, auch für Kinder.

Zu den Klängen der Drehorgeln werden Herrschaften aus der Biedermeierzeit durch das Museumsgelände flanieren, die Damen mit buntem Reifrock und Schute, die Herren mit Gehrock und Zylinder. Höhepunkt des Tages ist um 15 Uhr auf dem Dorfplatz ein Drehorgelkonzert, bei dem auch zum Mitsingen eingeladen wird.

Das historische Kulturgut Drehorgel war und ist ein typisches Straßeninstrument. Als erster deutscher Drehorgelbauer wird Anfang des 18. Jahrhunderts Daniel Silbermann genannt, ein Neffe des berühmten Kirchenorgelbauers Gottfried Silbermann. Bei der klassischen, mechanischen Drehorgel werden mit der Kurbel zwei Blasebälge betätigt, die die Luft (Wind) liefern und gleichzeitig werden Papiernotenbänder über einen Notensteg geführt. Früher verdienten Drehorgelspieler als Gaukler oder Straßenmusikanten (Moritaten- und Bänkelsänger) zur Unterhaltung oder Nachrichtenübermittlung ihren Lebensunterhalt, heute ist das Spielen fast ausschließlich ein Hobby.